Aufzuchtzeit beim Züchter - hier Irish Terrier vom Haseland

 

Zitat: Welpenaufzucht beim Züchter, :

"In mehreren Untersuchungen (Zusammenfassung bei Topal et al. 2005) konnte gezeigt werden, dass die Fähigkeit eines Hundes, Bindung mit den Menschen auszubilden und die Fähigkeit, durch Blickkontakt, Kommunikation und andere zeigende Hinweise zum Beispiel verstecktes Futter zu finden, nicht von dessen Aufzuchterfahrungen abhängig ist. Der Vergleich von handaufgezogenen mit von der Mutter aufgezogenen Hundewelpen durch den Beziehungstest nach Ainsworth konnte für beide Vergleichsgruppen die gleichen Ergebnisse erzielen, nämlich das 16 Wochen alte Hudnewelpen ihren Besitzer im Ainsworth-Test deutlich und nachweisbar gegenüber fremden Personen bevorzugten. Wölfe dagegen zeigten diese Bevorzungung ihres Besitzers beziehungsweise ihrer Ersatzeltern gegenüber anderen Menschen nicht.

Diese und ähnliche Befunde unterstützen die Annahme, dass die Fähigkeit zur Ausbildung individueller Bindungen sowie Kommunikation über Blick- und Zeigekontakte eines der wesentlichen Domestikationsmerkmale des Hundes war, das nicht von individuellen Sozialisierungserfahrungen abhängig ist. Andere Erfahrungen dagegen scheinen sehr wohl von Bedeutung für die individuelle Verhaltensausbildung." Verhaltensbiologie für Hundehalter Dr. Udo Gansloßer.

Aufzuchtstätte

"Sepell und Jagoe (2000) haben eine ganze Reihe von Untersuchungen zusammengetragen, aus denen unter anderm hervorgeht, dass Hunde die aus Zoogeschäften stammen, mit Abstand den höchsten Anteil von Agressionsproblemen mit Dominanzagression, sowie Furcht und sozialer Ängstlichkeit hatten. Die zweithöchste nahezugleich hohe Säule waren Hunde, die aus Tierheimen oder von (kommerziellen) Tierzüchtern stammten oder gefunden wurden, die geringste Prozentanteil hatten Hunde, die in der Familie des  (Privat)Züchters,  selbst im eigenem Haushalt oder bei Freunden oder Verwandten aufgezogen worden waren"......

.... "Die häufig angesprochene Prägung auf den Menschen in der frühen Entwicklung, etwa von Anfang bis zur Mitte des zweiten Lebensmonats, kann sehr gut ohne weitere Probleme von der Familie des Züchters und dessen sozialer Umgebung hergestellt werden." ebenfalls aus Verhaltensbiologie für Hundehalter Dr. Udo Gansloßer.

Verhalten

ist eine sehr komplexe und sehr plastische Angelegenheit, an der Steuerung des Verhaltens wirken fast in jeder Situation sehr viele Systeme und sehr viele Einflussfaktoren zusammen. Nicht immer wissen wir schon ganz genau auch gerade bei unseren Hunden, welche Faktoren wann wie stark wirken werden. Wenn wir aber nicht wissen, welche Faktoren wann welchen Einfluss haben, dann sollten wir vorsichtshalber lieber so tun, als ob auch beim Hund das passieren wird was passieren kann, was die Sozialisierungs- und anderen Studien bei anderen Säugetieren gezeigt ahben. Es ist immer besser vorsichtiger zu sein, anstatt sich daruf zuverlassen, das der betreffende Einfluss ja für Hunde nicht nachgewiesen ist.

Das bedeutet, dass insbesondere in der Aufzucht, in der Welpen- und Junghundezeit sehr viel an Reizen angeboten und in zu bewältigenden Situationen für die Hunde präsentiert werden sollten.

Wir, Susann und Helmut Gielians versuchen im Rahmen unserer Irish Terrier Zucht genau dies. Nämlich Bedingungen zu schaffen, die es dem durch uns geborenen Welpen ermöglicht, die Anforderungen die später an ihn als erwachsener Hund gestellt werden, verhaltenskonform und sozialverträglich zu erfüllen. Dazu tun wir sehr viel. Vor allem entspechend des Alters die notwendige Umgebung, die Zeit sich zu entwicklen und entsprechenden notwendigen Anreize und Impulse zu geben. Alle Welpen wachsen bei uns in der Familie unter Mithilfe unserer vier erwachsenen Hunde auf.

Alles beginnt bereits bei der Auswahl des Deckpartners.

Natürlich hat jeder verantwortungsbewusste Züchter seine (Wunsch-)Vorstellungen von (s)einem Irish. Wichtig für uns ist in erster Linie ein gesunder Irish, freundlich und ausgeglichen im Wesen, instinktsicher und intelligent. Ein Hund, der sich problemlos in die heutige (oft hundefeindliche) Gesellschaft integrieren lässt!

Dass auch aus einer vorher gut durchdachten Verpaarung dieses Ziel nicht immer voll erreicht wird, wissen wir als Züchter nur zu gut! Von Anfang an haben wir unser Hauptaugenmerk auf die Gesundheit und das Wesen des Irish Terrier gesetzt. Ebenso haben wir mit jedem Wurf gelernt und versuchen dies gelernte bei dem nächsten Wurf in die Tat umzusetzten.

Der Irish Terrier ist eine sehr gesunde Hunderasse - unser Ziel ist es, das dies so bleibt.

Die Auswahl des Deckrüden....

Die Auswahl eines geeigneten Deckpartners für unsere Hündinnen war und ist immer noch sehr spannend.

  1. Zunächst einmal halten wir nach einem optisch passenden Rüden Ausschau.
  2. Ist er gefunden, erfolgt natürlich der Ahnenvergleich und ein Gesundheitsscheck; hier muss ich mich auch auf die Informationen des Rüdenbesitzers stützen. (fehlende Informationen und/oder Tests werden dann entweder durch uns oder den Deckrüdenbesitzer eingeholt).
  3. Großen Wert legen wir auf Langlebigkeit der Ahnen und deren Charakter- bzw. Nervenstärke. Auch alles andere wird natürlich sorgfältig bei der Verpaarung abgewogen und ggf. mit befreundeten Züchtern durchgesprochen und diskutiert.
  4. Nebenher verfolgen wir sehr kritisch (auch durch Dritte) wie sich unser Auserwählter außerhalb des Ausstellungsringes (d.h. zu Hause, auf Spaziergängen usw.) gegenüber Menschen und Artgenossen verhält.

Es gibt immer wieder Züchter, die ihren auserwählten Rüden lediglich danach beurteilen, wie er sich im Ausstellungsring präsentiert, und wie seine Formwertnoten ausfallen!

Das Präsentieren im Ring kann man antrainieren. Das Wesen des Hundes wird leider allzu oft durch gekonntes Vorführen verdeckt! (Da gibt es manchmal schon größere Überraschungen!)

Wir setzten nur wesensfeste Hunde in unserer Zucht ein.

Der Aufwand, einen geeigneten Deckpartner für eine Hündin zu finden, kann gar nicht groß genug sein! Trotzdem ist man vor Überraschungen nie sicher! Die Natur lässt sich, auch nach intensivster Voraus-schau, nicht überlisten!

Deckmanagement

Hat man nun den geeigneten Deckpartner für den entsprechenden Wurf gefunden, beginnt die Zeit der Vorbereitungen.

  1. Anfrage und Absprache mit den Eigentümern des Deckpartners ((Decktaxe, notwendige Untersuchungen, (Deckuntersuchung), Papiere, Terminabsprache))
  2. Spätesten jetzt muss der Impfstatus der Hündin überprüft werden
  3. Gründliche umfassende Untersuchung der Hündin
  4. Abstimmungen der Decktermine
  5. Reservierung von Hotel usw.
  6. Kontrolle der notwendigen Papiere der Hündin 

Decktermin

Hat man alle Papiere und Untersuchungen beisammen und die Termine mit dem Eigentümer des Deckrüden abgestimmt, führt man die Hündin zum richtigem Zeitpunkt dem Rüden zu. Leider ist der Termin nicht so genau zu bestimmen wie man es gerne hätte. So dass immer Reservezeit einzuplanen ist. In seltenen Fällen kommt es auch dazu, dass sich die beiden ausgewählten Partner einfach nicht mögen. Ist die Entfernung nicht ganz so groß, kann die Sympathie auch vorher bei gegenseitigen Besuchen getestet werden. Meist fährt man aber recht weit zu dem Rüden, so dass es nicht immer genau vorhersehbar ist, ob und wann alles klappt. (Dies ist uns aber bisher noch nicht passiert - unsere Hündinnen mochten ihren Deckpartner immer. Und ließen sich im Anschluß an das Kennenlernen, wenn sie sich nicht schon kannten, eine freie (also ohne menschliche Hilfestellung) Deckung zu.

Die meisten Züchter lassen ihre Hündin zweimal belegen, um ganz sicher zu gehen. Erfahrene Rüden decken in der Regel die Hündin nur in der für sie passenden Zeit. Sie erkennen also den richtigen Zeitpunkt. Der Erfahrung nach reicht eine Deckung zum richtigen Zeitpunkt absolut aus um eine Hündin erfolgreich zu belegen.

Tragezeit

Die Hündin ist gedeckt und wir als Züchter sehen erwartungsvoll dem Wurf entgegen.

  1. Nach dem erfolgreichen Deckakt dringt das Spermium  in die Eizellen ein. Die befruchteten Eizellen wandern vom Eileiter in die Gebärmutter.
  2. Nach ungefähr 8 Tagen nistet sich diese in der Gebärmutterschleimhaut ein.
  3. Dieser Vorgang des Wandern und Einnistens ist ca. am 18. Tag abgeschlossen und das eigentliche Stadium der Trächtigkeit beginnt. Die Embryonen liegen in einzelnen Fruchtkammern voneinander getrennt.
  4. Die Dauer der Tragezeit beträgt im Durchschnitt 63 Tage. Wenn es sich um einen großen Wurf handelt, wird die Tragezeit wahrscheinlich etwas weniger dauern. Dagegen wird ein kleiner Wurf vielleicht länger als 63 Tage getragen." ...

Überprüfung der Trächtigkeit

Im Gegensatz zu den Möglichkeiten in der Humanmedizin, ist es bei einer Hündin nur schwer möglich über einen Urin- oder Bluttest festzustellen ob die Hündin tragend ist. Eine Hündin die nicht gedeckt wurde zeigt die gleichen Merkmale und äußeren Veränderungen wie zum Beispiel die Veränderung der Zitzen oder das vermehrte Schlafbedürfnis auch bei Hündinnen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass jede Hündin nach der Läufigkeit diesen Prozess durchläuft. (Kurzform)

Erste Anzeichen für eine Trächtigkeit könnte das vermehrte Schlafbedürfnis der Hündin sein.

  1. Etwa ab der 3. Woche könnte Brechreiz auftreten und
  2. die Hündin könnte Futtermäkeligkeit bis hin zur Nahrungsverweigerung zeigen. (Zeitlich fällt diese Appetitlosigkeit und der Brechreiz mit dem Ereignis der Nidation also der Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutter zusammen, weil sich der Stoffwechsel der Hündin auf die veränderten Ansprüche umstellt).
  3. Die Milchzitzen verstärken sich und ab der 5. Woche kann man erste Rundungen hinter den Rippenbögen feststellen." ...
  4. Um sicher zu gehen benötigt man den Tierarzt. Der auf unterschiedliche Weise eine Trächtigkeit feststellen kann:
    1. Abtasten (Palpation) des Bauches: möglich am besten am 24. bis 32. Tag, aber Vorsicht dieses Abtasten erfordert große Erfahrung, sonst wird den Föten oder der Hündin geschadet
    2. Ultraschall-Untersuchung: möglich ab dem 26. Tag oder später, sie ergibt keine genau Auskunft über die Anzahl der Welpen, diese Untersuchung ist unschädlich für die Hündin und die Welpen. Je erfahrener der Tierarzt desto sichere die Aussage.
    3. Bluttest: möglich ab dem 30. Tag
    4. Röntgenaufnahme: möglich ab dem 45. Tag, aber ca. erst ab dem 55. Tag lassen sich die winzigen Skelette voneinander abgrenzen, so dass man die Welpenanzahl bestimmen kann, die Hündin wird einer Strahlung ausgesetzt
    5. Abhören mit dem Stethoskop: möglich ab der letzten Trächtigkeitswochen, die Herztöne der Welpen sind schneller als die der Mutter." 

Wir machen immer eine Ultraschalluntersuchung in Verbindung einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung der Hündin. Unser Tierarzt wiederholt die US-Untersuchung immer nach 1 Woche (kostenfrei).

Im Vorfeld des geplanten Wurfes, werden die Impfungen überprüft, das Entwurmungs-Management auf die spätere Trächtigkeit abgestimmt.

Um den 30. Tag der Trächtigkeit wird die Hündin mit einem auf die Trächtigkeit abgestimmten Wurmmittel entwurmt. Alle im Haushalt lebenden Hunde werden ebenfalls mit der tragenden Hündin entwurmt

 

Die Geburt

Von entscheidender Bedeutung für einen guten Geburtsablauf ist das absolute Vertrauen der Hündin zu seinem Menschen. Ca. eine Woche vor der Geburt sollte die Hündin mit ihrer Wurfkiste vertraut gemacht werden. Keinesfalls sollte die Hündin weggesperrt oder allein gelassen werden.

 

Die Wurfkiste

  1. Ist so groß, dass die Hündin die ersten zwei bis drei Wochen ausreichend Platz hat. Die Höhe entspricht etwas mehr als der Schulterhöhe. Das Querformat der Kiste erlaubt ihr sich voll auszustrecken.
  2. Bei der Geburt drückt sich die Hündin mit den Pfoten und dem Rücken an der Kiste ab, deshalb darf der Abstand der längeren Seitenteile nicht zu lang sein.
  3. Wichtig ist auch, dass keine Bodenkälte in die Kiste eindringen kann. Wir verwenden eine Wurfkisten-Heizung die unterhalb des Vet-Bed in einer Hälfte der Wurfkiste liegt.
  4. Weiterhin weisen unsere Wurfkisten einen Distanzrahmens auf, welcher verhindert, dass ein Welpe zwischen dem Rücken der Mutter und der Kistenwand eingeklemmt wird und erstickt.
  5. Für die eigentliche Geburt haben wir auf der Rückwand zwei kleine Neonlampen (wärmeisoliert) aufgebracht, so können wir alles in der Wurfkiste gut einsehen und für den Fall der Fälle auch eingreifen. Das Licht ermöglicht uns alles besser beobachten zu können.
  6. Unsere Hündinnen bevorzugen eine Höhlenatmosphäre, aus diem Grund haben wir einen einfachen Tisch, der die Maße der Wurfkiste besitzt, über die Kiste gestellt. Dies ermöglicht uns auch, alles was für eine Geburt benötigt wird im direkten Zugriff zu haben. Über den Tisch breiten wir eine breite Decke, damit es zu dem Höhlen-Charakter kommt. 

Geburtsvorbereitungen

  1. Ab dem 58. Tag  sucht in der Regel unsere Hündin den Wurfraum auf. Wir achten nun darauf immer in ihrer Nähe zu sein. Nachts bleiben wir ebenfalls neben der Wurfkiste, auf einem Bett. So sind wir Tag und Nacht bei der Hündin. In der Kiste befinden sich nun ausreichend Tücher um der Hündin das Scharren zu ermöglichen. Es ist für uns und unsere Hündin ein wunderbares Gefühl der Nähe und der Vertrautheit, alles entschleunigt, und wir warten gemeinsam auf die Geburt.
  2. Wir messen ungefähr ab dem 57 Tag die Temperatur der Hündin, diese wird in ein vorbereitetes Geburtsprotokoll eingetragen. In der ersten Zeit zur Feststellung der Normaltemperatur, je näher man auf den Tag X zukommt, je kürzer werden die Abstände der Messung. Über die Messung kann man bei den meisten Hündinnen erkennen, wann die eigentliche Geburt beginnt. Alle 2 Stunden wird dann die Temperatur rektal gemessen. Die Normaltemperatur bei Hunden liegt bei 38° bis 39°C. Kurze Zeit vor der Geburt findet die Temperatur ihren Tiefstpunkt um die 37°C.
  3. Einen Tag vor der Geburt werden die Hüftknochen erkennbar, weil sich die Früchte absetzen, dabei geben die Bänder der Gebärmutter nach und die Welpen werden auf die Geburt vorbereitet und in Position gebracht. Oft ist es so, dass die werdende Hundemutter nicht mehr ihre gewohnte Nahrungsmenge zu sich nimmt oder gar nichts mehr möchte, wenn die Geburt bald ansteht.
  4. Dazu kommt dann noch zeitweiliges Hecheln, welches die Körpertemperatur senkt und die Eröffnungswehen einleitet.
  5. Weitere eindeutige Anzeichen für eine baldige Geburt können sein:
    1. Zunehmende Unruhe
    2. Scharrzwang, Lagerbildung und Aufsuchen des Lagers
    3. Vulva lecken und Ausscheidungen
    4. Hecheln und unsicherer Ausdruck/Abwesenheit
    5. häufiges Schlucken, Zittern, Winseln"
    6. Eröffnungswehen setzen ein.
  6. Das erkennen wir an dem zeitweiligen Hecheln. Die Vulva ist weich und weißlicher Ausfluss tritt aus. Der Gebärmutterhals beginnt sich zu öffnen, wenn innerhalb der Hündin Muskelbewegungen auftreten. Durch diese Muskelkontraktion werden die Welpen in ihren Fruchtblasen aus den Uterushörnern Richtung Gebärmutterhals geschoben. Auf die Wehenkontraktion hat die Hündin keinen Einfluss.
  7. Wenn nach einer Stunde Hecheln und Eröffnungswehen keine Welpenaustreibung erfolgt, dann müssen wir überlegen ob ein Tierarzt angerufen wird. In den meisten Fachbüchern wird eine Zeit von 2-4 Stunden angegeben. Wir entscheiden in diesem Fall von Hündin zu Hündin, von Geburt zu Geburt, wann und wie wir den Tierarzt informieren. Oder ob erforderlich ist die Praxis aufzusuchen. Zusammen mit dem Tierarzt besprechen wir das weitere Vorgehen. Ob mit einer wehenfördernden Spritze (Oxytoxin) die Wehentätigkeit gefördert werden soll,  hier ist es von entscheidender Bedeutung was zur Wehenhemmung geführt hat. Im Zweifelsfall muss eine Röntgenuntersuchung vorgenommen werden. Geburt einleitet. Wehenschwäche ist ein großes Problem bei vielen Hündinnen.
  8. Wenn der erste Welpe am Gebärmutterhals ankommt, setzen die Presswehen ein, die man sehr gut von den Vorwehen unterscheiden kann. Sie laufen wellenförmig über den Hundekörper. Die Hündin ist zwischen den Presswehen sehr unruhig. Bewegung während der Geburt erleichtert und verkürzt diese. Manchmal sind die Abstände recht groß, auch hier wird dann von Fall zu Fall entschieden wie weiter vorgegangen wird. (Mal  gehen wir mit der Hündin an der Leine zum Lösen in den Garten oder ähnliches). Während der Pausen scharrt, dreht sie sich oder sie macht den Rücken krumm. Alle diese Bewegungen unterstützen die Schiebungen der Welpen auf ihrem Weg in unsere Welt.
  9. Der erste Welpe hat es besonders schwer. Er muss den anderen den Weg durch das Becken der Hündin bahnen und das Becken dehnen. Wenn der Welpe an dieser engsten Stelle des Geburtsweges angekommen ist, dann stellt die Hündin ihre Rute auf und knickt sie ab der Rutenwurzel bogenförmig nach unten ab, wahrscheinlich um diese Stelle im Becken weiter dehnen zu können. Durch den Muskeldruck kann die Fruchtblase platzen und eine grünliche Flüssigkeit tritt in einem Schwall aus der Scheide aus. Nun beginnt die Austreibungsphase. Das Fruchtwasser macht den Geburtsweg gleitfähig. In den meisten Fällen platz die Fruchtblase nicht, die Gleitflüssigkeit ist dann hell. Der Welpe wird nun durch den Geburtskanal gepresst. Es kann vorkommen, dass die Hündin hier Unterstützung vom Züchter benötigt. Wir nehmen dann ein kleines Gästehandtuch und versuchen mit den Wehen den Welpen langsam aus der Vulva herauszuziehen. Auch hier kann es zu Komplikationen kommen auf die im Einzelfall speziell zu reagieren ist. (unterschiedliche Handlungsabläufe und/oder Kontakt zum Tierarzt)
  10. Geht alles gut, dann sieht man bald ein dunkles Bläschen, also die Fruchtblase mit dem Welpen oder wenn die Fruchtblase schon geplatzt ist, direkt etwas von dem Neugeborenen. Der Welpe, der noch in der Fruchtblase ist, wird von der Hündin im besten Fall von der Hündin befreit (bei Problemen greifen wir ein). Mit den Schneidezähnen öffnet sie die Blase und massiert den Welpen mit ihrer Zunge, damit sein Kreislauf in Gang kommt, und er den ersten Atemzug nimmt. Dies erfolgt oft mit einem Schrei oder einem nach Luft schnappen.
  11. Mit dem Welpen oder kurz danach tritt auch die Nachgeburt (Plazenta) aus. Diese wird von der Hündin aufgefressen (auch hier entscheiden wir von Fall zu Fall, ob und wie viel Nachgeburten die Hündin frisst). Die Plazenta ist als erste Nahrung nach der Geburt von der Natur vorgesehen. Sie versorgt die Hündin mit wichtigen Nährstoffen und ist wehen- und laktationsfördernd. Dann oder auch schon davor durchtrennt die Hündin mit ihren Backenzähnen die Nabelschnur.
  12. Zur Austreibung eines Welpen bedarf es meist ca. 4-6 Presswehen. Ungefähr 3 Minuten dauert die Austreibung eines Welpen. Der zweite Welpe folgt meist recht schnell. Ansonsten liegt die Intervalldauer von Welpe zu Welpe bei durchschnittlich 45 Minuten. Bei großen Würfen wird die Intervalldauer vielleicht ab dem 7. Welpen etwas größer, weil die Ermüdung der Hündin einsetzt.
  13. Während der Geburt kann  man der Hündin immer wieder frisches Wasser zur Verfügung stellen; unsere Hündinnen möchten in der Regel nichts während er Geburt. Nur wenn es sehr lange dauert (dies war erst einmal der Fall). Sind die Welpen geboren, ist ihr erstes Ziel, eine Zitze zu erreichen. Die beiden Vorderläufe treten gegen die Zitze (Milchtritt) und der Welpe nimmt seine erste Mahlzeit zu sich. Diese erste Milch ist äußerst wichtig für den Neuankömmling, da sie ihn mit allem versorgt was er braucht.
  14. Die Geburt ist geschafft, danach gehen wir mit der Hündin zum Lösen. (Während dieser Zeit wird die Wurfkiste gesäubert, so dass alles bereit ist wenn die Hündin wiederkommt). Kurz darauf kehrt sie zurück, wir bieten ihr dann Flüssigkeit und Nahrung an. Unsere Hündinnen fressen  in der Regel erst später. Sie kümmern sich erst um ihre Welpen, überprüft und säugt die Welpen. Wenn sie alle versorgt hat, ruht sie sich aus. Wir bleiben immer bei ihr, auch nach der Geburt. Es kehrt eine tiefe Zufriedenheit ein im Wurfraum. 

Versorgung der Welpen während und nach der Geburt

  1. Die Welpen werden von uns abgerubbelt, gewogen und je nach Bedarf abgesaugt, für den Fall das sie Fruchtwasser geschluckt haben. (Abgesaugt: mit dem Mund umschließen wir bei dem Welpen Nase und Mäulchen und saugen dann die Flüssigkeit ab; auf keinen Fall darf der Welpen ausgeschüttelt werden, so wie es noch in vielen Fachbüchern steht.)
  2. Die Entleerung des Welpen erfolgt in den ersten Tagen ausschließlich durch das Lecken der Mutter. Tut sie das nicht oder zu wenig, dann greifen wir ein und massieren vorsichtig den Welpen bis sich das erste Kindspech löst (ansonsten könnte es eine Verstopfung geben an der im schlimmsten Fall der Welpe stirbt) Die Welpen zeigen Unbehagen ganz deutlich durch Wimmern oder Unruhe an. Der Züchter muss also das Wurfgeschehen und jeden einzelnen Welpen gründlich beobachten  um dann entsprechenden zu reagieren.
  3. Die Nabelkontrolle sollte auch nicht vergessen werden. Wenn das Nabelende blaurosa ist, dann ist alles in Ordnung. Wenn es blutet, kann es mit Garn abgebunden werden. Nach 24 - 36 Stunden trocknet die Nabelschnur und fällt ab.
  4. Der Mund und Rachenraum ist zu überprüfen auf eventuelle Spalten z.B. Gaumenspalten - kommt sehr selten vor, muss aber aus Vorsicht immer gemacht werden. (ein Welpe mit einer Gaumenspalte ist in den allermeisten Fällen nicht lebensfähig)
  5. Um immer ein Kontrolle zu haben auch später fertigen wir ein Wurfprotokoll an, das während der ganzen Aufzuchtzeit alle wichtige Dinge aufnimmt.
  6. Komplikationen
    1. Manchmal ist es so, dass die Instinkte der Hündin aussetzen und wir als  Züchter müssen die Welpen versorgen. Zum Beispiel, öffnet man  unter der Kehle des Welpen die Eihülle und hält ihn dabei mit dem Kopf nach unten, damit Fruchtwasser aus seinem Maul und Nase ablaufen kann. Die Fruchtblase wird von unten nach oben abgestreift, und die Nabelschnur mit Daumen und Zeigefinger ca. 2 cm vom Ansatz abgequetscht. Diese Unterstützung sollte nur von Fall ausgeführt werden, wir als Züchter müssen die Hündin animieren, ihre Aufgaben wahrzunehmen, denn sie kann alles am besten.  (Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell und wie umfassen die Jung-Hündinnen bei ihrem erstem Wurf reagieren,
    2. Wenn der Welpe kein Lebenszeichen gibt, dann eilt die Zeit. Man muss ihn nun mit einem Frotteetuch abrubbeln. Eingedrungenes Fruchtwasser muss aus den Atemwegen heraus, (Fruchtwasser abzusaugen - dabei nimmt man den ganzen Fang des Welpen in den Mund, saugt vorsichtig!!! das Fruchtwasser aus und spuckt es aus). Danach beginnen wir, leicht unseren Atem in den Welpen einzublasen. Hier könnte dem Welpen auch etwas verdünnter Brandy/Respirot auf die Zunge gegeben werden, um den Atemreflex anzuregen. Durch massieren über einen längeren Zeitraum kann die Atmung animiert werden. (Nicht zu früh aufhören, der Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen
    3. Es besteht auch die Gefahr, dass ein toter Welpe den Geburtskanal verstopft oder die Hündin unter Wehenschwäche leidet. Sollte also ein Intervall von 2 Stunden überschritten werden nehmen wir immer Kontakt zu unserm Tierarzt auf. Dafür ist dieser im Vorfeld immer informiert darüber, wann wir den Wurf erwarten, er ist dann in Rufbereitschaft (vorher mit dem Tierarzt absprechen)
    4. Eine Angst vor einer Steißgeburt (Hinterendlage) ist unbegründet, da sehr viele Welpen so geboren werden. Dabei liegen ihre Extremitäten ganz eng am Körper und erleichtern somit den Geburtsvorgang. Öfter jedoch als die Hinterendlage ist die Vorderendlage bei der der Welpe mit dem Kopf voran das Licht der Welt erblickt."
    5. Auch muss man darauf achten, dass alle Plazenten (also so viele wie Welpen) ausgeschieden werden. Wenn eine im Körper der Hündin verbleibt, kann es leicht zu einer lebensbedrohlichen Lage führen, weil die Plazenta kurz nach der Geburt anfängt zu verwesen. In Absprache (niemals ohne) mit dem Tierarzt geben wir dann eine wehenfördernde Spritze (die wir uns speziell für die eine Geburt im Vorfeld beim Tierarzt abholen (nicht Tierarzt macht s etwas) und die hängen gebliebene Plazenta wird ausgeschieden."

Nach der Geburt

  1. Es ist alles gut gegangen – nun beginnt die Zeit des Züchters mit seinem Wurf und vor allem die Zeit der großen Nähe zur Mütterhündin.
  2. Die Wurfkiste ist gesäubert die Mutter liegt zufrieden bei ihren Welpen. Alle haben inzwischen ihre Zitze gefunden, und saugen genüsslich. Man kann es hören und sehen. Dann wird geputzt, jeder Einzelne kommt dran. Bereits jetzt kann man den leisen Protest der Welpen hören, wenn geputzt wird, wenn doch eigentlich saugen viel wichtiger ist.
  3. In der Regel verlaufen der erste Tag und die erste vollständige Nacht ruhig. Einer von uns liegt auf dem Gästebett vor der Wurfkiste, und achtet auf jedes Geräusch, genau wie beim eigenen Kind. Der andere teilt den anderen Hunden bei uns mit, dass wir Welpen bekommen haben. Das geschieht selbstverständlich nicht verbal sondern dadurch dass wir sie nun alle an unserer Kleidung und an den gebrauchten Tüchern riechen lassen. Sie alle haben ja die Aufregung der letzten Tage hautnah mitbekommen und möchten nun wissen was passiert ist. Danach kehrt erst einmal Ruhe im Haus ein.

Welpen werden nicht mit einem funktionierenden Sozialverhalten geboren. Sie sind lediglich mit den Anlagen ausgestattet, dieses Verhalten zu erlernen.

Es liegt nun in der Verantwortung des Menschen, ihnen diese Lernerfahrung zu ermöglichen.

Bereits der Verhaltensforscher Konrad Lorenz prägte 1943 den Begriff "Kindchenchema". Er hatte damals entdeckt dass nicht nur beim Menschen sondern auch im Tierreich, Jungtiere fast jeglicher Spezies von älteren Artgenossen mit besonderer Fürsorge bedacht werden. Und auch der Mensch unterliegt offenbar diesem Schlüsselreiz der Tierwelt, sobald  er ein Junges erblickt - und das gilt ganz besonders für Hunde:

"Auf allen Vieren und viel Zuneigung im Bauch sieht man so manchen Zweibeiner zwischen Welpen herumrobben".

Dass der Mensch heute ein ganz wichtiger Entwicklungspartner für die Junghunde/Welpen sein muss, bestätigt auch Dr. Dorit Feddersen-Petersen. "Für die normale Verhaltensentwicklung gesunder Welpen und für deren intellektuelle (kognitive) und soziale Fähigkeiten im späteren Leben, ist der Mensch verantwortlich, zuerst der Züchter, später dann der Halter".

Gerade weil die Hundewelpen in den ersten Lebenswochen verschiedene Entwicklungsstufen/Phasen durchlaufen, muss es Ziel eines jeden Züchters sein, die Kleinen bis zur Abgabe an ihre neuen Besitzer optimal zu betreuen, ihre Entwicklung zu fördern und damit den Grundstein zu legen, für einen sozialverträglichen Partner.

Also, wir als Züchter legen den Grundstein für ein ganzes Hundeleben.

1.- 3. Woche „Grundsätzliches“

  1. Die beiden ersten Wochen nach der Geburt dienen hauptsächlich dem Wachstum und der Gewichtzunahme. Schlafen und Saugen - das ist der stetem Wechsel, in dem die Kleinen leben.
  2. Die jungen Hunde werden blind und taub geboren, nur der Geruchs- und Tastsinn ist bereits vorhanden. Reflexartiges- und instinkverankertes Verhalten prägt nun den Alltag in der Wurfkiste.
  3. Das äußert sich durch Saugen und den Milchtritt, Suchpendeln und Kreiskriechen, Jammern und Kontaktliegen.
  4. Verlässt die Mutterhündin in dieser Zeit die Wurfkiste (was sehr selten vorkommt und das sie oft nur auf Aufforderung zum Lösen macht) bilden die Wurfgeschwister ein Knäuel
  5. Dieses dient der Wärmespeicherung, da die Welpen ihre Körpertemperatur nicht selbständig regulieren können. Verliert ein Welpe den Kontakt zu den Geschwistern oder zur Mutter, schreit er jämmerlich, bis er wieder Kontakt hat.
  6. Viele Züchter benutzen zusätzlich eine Wärmelampe für das Wurflager. Dies hat sich als nicht zweckmäßig erwiesen, da die Lampe oft zu warm ist. Die Gefahr dass die Welpen austrocknen ist gegeben. Auch die Mutter hat kaum eine Möglichkeit, den Bereich der Lampe zu verlassen.
  7. Eine Wurfkistenwärmeplatte ist hier weit besser. Sie sollte niemals die ganze Wurfkiste auskleiden. Damit die Mutterhündin immer einen Bereich ohne Wärmeunterstützung zur Verfügung hat.
  8. In der ersten Woche stehen Hündin und Welpen in ständiger Beobachtung, sie werden täglich mind. zweimal gewogen (Digitalwaage) um Anhand der Gewichtszunahme sofort zu erkennen, ob ein normaler Entwicklungsverlauf stattfindet. Eine mangelnde Gewichts-Zunahme ist immer ein Alarmzeichen.
  9. Um ein klares Bild der Entwicklungsfortschritte des gesamten Wurfes zu erhalten, ist das Wiegen für den Züchter eine unerlässliche Pflicht. Man notiert sich direkt nach der Geburt das Körpergewicht der Neugeborenen und kontrolliert nun mindest täglich die Gewichtszunahme gewissenhaft
  10. Zum Ende der ersten Woche sollten die Welpen das Geburtsgewicht verdoppelt haben. Spätestens nach 10 Tagen. Das setzt voraus, das der Züchter die Welpen gut auseinander halten kann, bzw. sie kennzeichnet. Nach 3 Wochen sollte sich das Gewicht verdreifacht haben. (Wir kennzeichnen die Welpen mit bunten Bändchen. Natürlich erkennen wir aber auch ohne, jeden Welpen. Die Bändchen dienen der Kontrolle und für die Welpenkäufer, zum Erkennen auf den versandten Fotos) 
  11. Um den 10.- 13. Tag herum öffnen sich die Augen und die äußeren Gehörgänge. Der Welpe kann aber erst so um das Ende der 3. Lebenswoche, Sicht- und Hörreize verarbeiten. Auch wird der Welpe von Tag zu Tag munterer, die Aktivzeiten ändern sich in dieser Zeit. Die Schlaffintervalle werden immer kürzer. Der Welpe erkennt zum ersten Mal bewusst, das er Geschwister hat und sucht nun bewusst deren Nähe.
  12. In den ersten 14 Tagen dreht sich die Hauptarbeit des Züchters um die Kontrolle von Mütterhündin und Nachwuchs, sowie um die Reinigung des Wurflagers.
  13. Der tägliche Kontakt zwischen dem Züchter und den Welpen ist von sehr hohem Stellenwert.
  14. Zitat Feddersen-Pettersen: 'Das so genannte `Handling´ durch den Menschen - der Umgang mit dem Welpen, die Hand- und Köperberührung und damit die verbundene Geruchsaufnahme, sowie das verbale Ansprechen der Welpen im alltäglichen Tagesgeschehen - hat eine positive Auswirkung auf die Sozialisation auf den Menschen und hat offenbar Langzeiteffekte.'
  15. Hier wird die Basis für eine enge Mensch-Hund-Bindung geschaffen. 

Die erste Woche bei uns „vom Haseland“

  1. Die Zuchtwartin vom Klub für Terrier, war hier (der Zuchtwart überprüft innerhalb von 7 Tagen nach der Geburt Mutter und Welpen, sowie den Wurfraum und mehr) und hat den Wurf und die Mutter (hier wird festgestellt wie der allgemein Zustand der Mutterhündin ist und ob ein Kaiserschnitt gemacht wurde – später kann man dieser fast nicht mehr feststellen) genau untersucht. Alles in Ordnung, alle Zitzen schön weich, die Welpen haben bereits sehr gut zugenommen, und nach der ersten Woche das Gewicht verdoppelt.
  2. Bei uns wurde noch nie festgestellt, dass die Welpen nach der Geburt abgenommen haben, alle haben mindestens ihr Geburtsgewicht gehalten beziehungsweise bereits leicht erhöht.
  3. Wir tragen alle Gewichte in das Geburts/Wurf-Protokoll ein.
  4. Wir überprüfen auch weiterhin ob alle einen funktionierenden Stuhlgang haben.
  5. Die Mutterhündin bekommt ihren Roomservice (Fressen) nun in der Wurfkiste serviert ebenso ihre Flüssigkeit, die manchmal je nachdem mit Traubenzucker angereichert wurde. Sie bestimmt nun was und wie viel sie von uns serviert bekommt.
  6. Der Tierarzt war bereits einmal da, um sich die Welpen einzeln anzusehen und auch die Kondition der Mutterhündin zu überprüfen. Dazu kommt unser Tierarzt selbstverständlich ist Haus. (Sie ist auch neugierig)
  7. Zusätzliches Calcium geben wir nicht (falls es doch einmal nach unserer Ansicht von Nöten sein sollten, kontaktieren wir zuvor den Tierarzt).l Es ist bei der heutigen Ernährung auch meist nicht notwendig. 
  8. Die erste Woche verläuft ausgesprochen ruhig und wir als Züchter genießen einfach das Welpenkino. Nichts auf der Welt beruhig so sehr, wie eine zufriedene Mutterhündin mit ihren Welpen.
  9. Mehrmals täglich wird die Hündin animiert zum Lösen die Wurfkiste zu verlassen, was sie sehr ungern tut. In einer unheimlichen Geschwindigkeit erledigt sie ihre Geschäfte. Wobei sie es sich nicht nehmen lässt einmal als „gefeierte Mutter“ bei den anderen Hunden vorbei zu schauen. Diese stolze Gang vor den Anderen lässt uns jedes Mal schmunzeln.

Die Hundewelpen können sich in der Woche nach der Geburt nur ganz eingeschränkt auf seine Sinnesorgane verlassen. Da er zu diesem Zeitpunkt nur über den Sinn für den Geruch/Nase, den Tastsinn und den Wärmesinn und möglicherweise eingeschränkt dem Geschmacksinn (über die Muttermilch und Plazenta), verfügt

Laut Studien von Serpell und Jagoe nimmt ein Welpe bereits vor dem Öffnen der Augen und Ohren die feinsten Umweltbedingungen wahr.

Zum Beispiel hilft es dem Welpen, wenn man ihn regelmäßig aus der Wurfkiste herausnimmt und etwas geknuddelt  und dabei etwas ausgekühlt wird. Es hilft ihm bereits zu diesem frühen Zeitpunkt sich auf die veränderte Umwelt umstellen zu müssen. Laut der Studie bedeutet dies, dass  sich die Welpen  schneller entwickeln, etwa im Hinblick auf das Öffnen der Augen, dem Fellwachstum, der Fähigkeit zum koordinierten Vorwärtskriechen und vielem mehr. Sie haben dadurch ein im gesamtem Leben sowohl ein leistungsfähigeres Immunsystem, das heißt sie werden weniger krank, als auch ein leistungsfähigeres Stressbewältigungssystem. Sie werden und sind dann neugieriger und belastbarer.

Es ist bis heute nicht umfänglich geklärt ob der Hund in genau derselben Art und Weise im Rahmen seines Verhaltens gesteuert wird, zum Beispiel die recht gut erforschten Wölfe.

Da wir es aber nun nicht eindeutig wissen, welche Faktoren wann welchen Einfluss haben, ist es besser so zu tun, als ob auch beim Hund alles ähnlich wie bei anderen Säugetieren passieren wird oder kann, was die Sozialisierungs- und anderen Studien haben. Selbst unser Tierschutzgesetz schreibt den Hundezüchtern eine art- und verhaltensgerechte Haltung und Aufzucht vor.

  

Die zweite Woche bei uns „vom Haseland“

Verläuft nicht viel anderes als die erste Woche.

  1. Es kommt eine leichte Mobilität in die Mutterhündin und in die Welpen. In der Regel war die Hündin nun auch schon mal für eine ½ Stunde zum Sparziergang mit den anderen Hunden draußen. Aber ansonsten liegt sie eigentlich immer noch den ganzen Tag und die Nacht bei den Welpen. Noch muss man sie oft richtig überreden, mal raus zu kommen und mit den anderen zu toben, oder spazieren zu gehen.
  2. Die Mutterhündin ist sehr fürsorglich, hat aber auch schon die ersten Erziehungsversuche gestartet. Wenn man meint, dass ein Hund sehr konsequent in der Erziehung ist, dann hat sie wohl sehr großzügig über alles hinweg gesehen.
  3. Wir nehmen mehrmals täglich die Welpen einzeln von der Mutter auf unseren Schoß und beknuddeln den Welpen.
  4. Der Welpe wird mindestens einmal pro Tag gewogen 
  5. Auch die erste Wurmkur (die Entwurmung der Welpen beginnt mit dem 10. Tag nach der Geburt beziehungsweise, wenn die Welpen ein Gewicht von ca. 1000 Gramm aufweisen) haben sie bereits bekommen. Jedes Mal erstaunt es mich immer wieder, dass sie sich so schütteln, wenn sie das Mittel (Panacur) schlucken müssen. Es muss wirklich grausig schmecken. Alle haben es super vertragen, keinerlei Probleme. 

Die 3. und 4. Lebenswoche „Grundsätzliches“

Ungefähr zu dieser Zeit beginnt die Übergangsphase, es öffnen sich die Lidspalten, wobei der Welpe aber noch nicht sehen kann. Erst mit dem 17. oder 18 Tag entwickelt sich die Sehfähigkeit. Für das Gehör trifft das Gleiche zu. Hat der Welpe vorher fast ausschließlich getrunken und geschlafen nimmt er nun seine Wurfgeschwister und die unmittelbare Umgebung aktiv wahr. Nachdem die Welpen in der dritten Lebenswoche die Umwelt, durch immer besseres Sehen und Hören verstärkt wahrnehmen, müssen sie durch den Züchter mit einer Vielzahl neuer Reize konfrontiert werden „Langsam und wohldosiert“ Es ist auch die Zeit, in der die Zähnchen durchbrechen. Die Welpen können sich bereits recht gut orientieren und verlassen in der Regel das Wurflager zum ersten Mal, sie erkunden somit langsam (in ihrem Tempo) ihre Umwelt.

In dieser zweiten Entwicklungsphase werden die Vorraussetzungen für die Aufnahme sozialer Kontakte geschaffen.

  1. Die Mutterhündin und die Geschwister werden immer häufiger durch Schwanzwedeln, Pföteln und Aufforderungen zum Spiel, gebeten/aufgefordert nun doch sozialen Kontakt aufzunehmen.
  2. Es werden die ersten unsicheren Gehversuche gestartet, es sieht sehr lustig aus, wenn der viel zu große Kopf hin und herschwankt, der "Windelpopo" schaukelt. Oft enden die Versuche kläglich auf dem Po. Der Welpe wird nun unermüdlich weiterüben, bis er recht sicher auf seinen vier Pfoten steht.
  3. Bei allen möglichen Aktionen, die nun der Züchter und auch die bereits schon anwesenden Welpenbesucher starten. Muss berücksichtigt werden, das nicht jeder Welpe gleich ist, es gilt  die charakterlichen Unterschiede zu berücksichtigen.
  4. Auf jedem Fall soll alles, was man nun unternimmt, das Alter, das Wesen und das Stadium der individuellen Gehirnentwicklung der Welpen, berücksichtigen. So dass die Welpen das ihnen nun gebotene Pensum auch problemlos bewältigen können.
  5. Sobald die Welpen beginnen das Wurflager zu verlassen, beginnt auch die Erziehung zur Stubenreinheit. Natürlich hängt dies auch von den Gegebenheiten beim Züchter ab.
  6. Das Absetzten von Harn und Kot der Welpen, erfolgt fast immer in den gleichen Situationen. In der Regel löst sich der Welpe nach dem Schlafen und dem Fressen. Auch nach dem oder während des Spiels hat er es oft sehr eilig - hier ist das gute Auge des Züchters gefragt. Was nun die Menschen genau in der Sekunde überschwänglich loben. Man kann sich wirklich nur wundern, wie schnell die kleinen Welpen, (wenn sie dann älter geworden sind, allein im Gänsemarsch hintereinander) diesen Platz selbständig aufsuchen und die Verknüpfung mit dem Ort (Art des Untergrundes) und den nett (positive Verknüpfung) gemeinten Worten des Züchters und dem "sich lösen" verknüpfen.
  7. So legt der Züchter bereits sehr früh, den Grundstein für die spätere Stubenreinheit.
  8. Dies erfordert viel Zeit, viel Mühe und Enthusiasmus, bei Wind und Wetter, sich die Welpen schnell, ohne Verzögerung, zu schnappen und nach draußen zu tragen. Dann muss ja noch gewartet werden bis alle ihr "Geschäft" erledigt haben. Aber mit dieser, gerade im Winter und Nachts nicht gerade sehr schönen Tätigkeit, legt der Züchter den Grundstein dafür. Das der Welpe später den gleichen Untergrund (Rasen, Erde und nicht Teppich, Wege usw.) für sein "Geschäft" aufsucht.
  9. Man kann als Züchter bereits jetzt ein Kommando etablieren  z.B. "mach mal". Wird dieses Kommando immer in Verbindung mit den "Geschäften" benutzt, ist das der Anfang der Erziehung zum "sich-lösen" auf Wunsch des Besitzers. So ist es möglich dem späteren Besitzer einen fast stubenreinen Welpen zu übergeben. Dass ab und zu nach ein Malheur passiert, versteht sich von selbst. Meist war der Mensch dann zu langsam!
  10. Und nicht zu vergessen sichert eine gute Mutterhündin, die im Wesen, Umgang sicher und ruhig fungiert die Grundlage einer guten Welpenaufzucht. Sie regelt aus ihrem Verhalten heraus mit Toleranz und Strenge den Umgang untereinander (unter den Wurfgeschwistern) ebenso, wie den langsamen Kontakt und den Umgang mit den anderen im Haus lebenden Hunden. 
  11. Die Welpen nehmen also in dieser sehr frühen Zeit, den Sozialkontakt zu den Wurfgeschwistern auf, der wiederum einen großen Einfluss auf die jeweilige Sozialisierung der/des Welpen nehmen. 

Die dritte Woche bei uns „vom Haseland“

Nicht erst seitdem wir an Seminaren von Dr. Udo Gansloßer teilnehmen, ist uns bewusst welche große Aufgabe mit der Aufzucht der Welpen vor uns liegt.

Gerade in der Aufzucht, in der Welpen und Junghundezeit müssen dem Welpen viele Reize angeboten werden. Ebenso soll der Welpen lernen die unterschiedlichsten Situationen zu bewältigen. Die Aufgabe für uns ist es nun unseren Welpen alles in ein wohldosierten,  in form gegenseitigem Bindungsaufbau anzubieten.

Was passiert nun bei den Haseländern?

  1. In der dritten Woche statten die anderen Hunde unseres Hauses den Welpen bereits ihren Besuch ab. Wenn es die Mutter zulässt, gehen sie auch in die Wurfkiste und beschmusen die Welpen. (Es ist sehr schön mit anzusehen, wie dann die anderen Hündinnen die Welpen beriechen, belecken und sogar versäubern.
  2. Der erste Welpenbesuch wird zugelassen, auch da können die Besucher (nach gewissen Regeln) die Welpen in die Hand nehmen und begutachten.
  3. Die Wurfkiste zieht um in einen anderen Raum. Im Gegensatz zu dem ersten Raum ist er nun mehr in den tagtäglichen häuslichen Ablauf integriert. Sie nehmen am Leben teil.
  4. Die Welpen nehmen von sich aus Kontakt (erster Sozialkontakt) zu uns auf, knabbern oder lutschen an den Findern, nehmen uns mit der Nase wahr, fassen die Haare an.
  5. Sie nehmen die Wurfgeschwister wahr und es kommt zu kleineren Raufereien.
  6. Sie versuchen nun auf ihren Beinchen zu stehen und etwas aus dem direktem Umfeld der Wurfkiste zu gelangen (hier sind die Vorboten des späteren eigenständigen Versäubern zu erkennen)

Alles aber noch in einem sehr eingeschränkten und im direkten Umfeld der Wurfkiste.

Insgesamt bedeutet es, das wir einerseits den Welpen verschiedene Reize (Sinnesreize und Umwelteindrücke, Umgang mit anderen Artgenossen) wohldosiert anbieten und andererseits das die Welpen mit entsprechenden Verhalten auf diese Reize reagieren. Dieser langsame und dosierte Umgang formt nun die Ausprägung des Welpenverhaltens - und ebenfalls die künftigen Strategien "wie gehe ich mit diesem und jenem um.

Die Welpen nehmen also in dieser sehr frühen Zeit, den Sozialkontakt zu den Wurfgeschwistern auf, der wiederum einen großen Einfluss auf die jeweilige Sozialisierung der/des Welpen nehmen. 

Die so genannten Umweltreize nimmt der Welpe erst gegen Ende der 3. Woche wahr.

  • Erst jetzt werden auch Gegenstände interessant. Weiterhin findet jetzt ganz deutlich schon die Sauberkeitserziehung statt. Der Welpe verlässt seine Wurfkiste, um sich zu lösen. 
  • Soweit die Theorie - hier die Praxis  das so genannte "Kontaktliegen" die Welpen liegen alle recht dicht aneinander in der Wurfkiste. Meist mehr oder weniger aneinander oder übereinander.
  • Sie lernen bereits in den ersten Tagen unsere Hundesitter kennen. 
  • natürlich gehört auch das Fotografieren zu den Dingen - die  unsere Welpen nun lernen
  • Die Welpen gehen zum versäubern nun aus der Kiste (beginnend Ende der 2. Woche).
  • Wir lassen einen wohldosierten und kontrollierten Welpenkontakt durch die späteren Familien, bereits zum Ende der 2. Woche zu. Darüber gibt es die verschiedensten Ansichten - wir sind sehr gut damit gefahren. Da uns der Kontakt der jeweiligen späteren Familien, also ein Aufbau der Bindung zwischen dem Welpen und seiner späteren Familie sehr wichtig ist.
    • Diese spätere Bindung ist nicht nur für den Welpen sehr wichtig sondern auch für den Menschen/Familie. Schließlich soll der Welpen einmal in die Familie integriert werden. Ebenso fördert die frühe Bindung zu „seinem“ Welpen die menschliche Toleranz zu den kleinen oder größeren Malheuren.
    • Selbstverständlich beachten wir eine grundlegende Hygiene und ebenso selbstverständlich ist, das die Mutterhündin die Nähe und die Dosierung für die Welpenbestimmt. Ihr Verhalten ist für uns der Maßstab.
    • Nicht selten liegt die Mutterhündin mit den Welpen vor der Wurfkiste und säugt im Beisein des Besuches ihre Welpen. Das zeugt vom großen Vertrauen zu uns Züchtern – wen wir reinlassen, der wird in aller Regel akzeptiert, Und der darf dann auch zu den Welpen. Es ist eher so, das unsere Hündinnen einen gewissen Stolz zeigen „ Meine Welpen“ (natürlich stark vermenschlicht, aber deshalb nicht weniger treffend) 

Und diese Grundvertrauen übertragen unsere Hunde auch auf unsere Hundesitter (Larissa und Kathrin) – wenn sie uns komplett an der Wurfkiste vertreten.

  •  Ende der 3. Lebenswoche, die Welpen bewegen sich nun bereits auf den Beinen fort.

Woche 4, Grundsätzliches

  1. Augen, Nase und Ohren sind nun voll entwickelt.
  2. In dieser Zeit lernt der Welpe im Idealfall mit ganz unterschiedlichen Eindrücken (Menschen, Geräuschen, optischen Eindrücken etc.) umzugehen.
  3. Er nimmt seine Umfeld bewusst wahr und lernt seine Sozialpartner kennen
  4. Im Spiel mit seinen Wurfgeschwistern lernt er seinen sozialen Rang zu finden und sich und die anderen auszutesten
  5. In dieser Zeit wird seine Persönlichkeit und sein Temperament geprägt. 

Wird in dieser Zeit ein Welpe isoliert gehalten und mit keinerlei Eindrücken bzw. Sozial-Partnern zusammen gebracht, kommt es mit größer Wahrscheinlich später zu Sozialisierungs-Problemen die man nur noch schwer aufarbeiten kann

Die Welpen beginnen die Umwelt in kleinen Schritten wahrzunehmen. Nicht alle Dinge werden bereits jetzt wahrgenommen.

Laut der unterschiedlichen Untersuchungen und Studien beginnt in etwa nun die Zeit der Prägung.

Natürlich kann man die so genannte Prägung nicht an einen bestimmten Tag festmachen. Es ist ein Prozess, der anfängt sobald die Welpen eingeständig das eigentliche Wurflager verlassen und in der nun langsam Gegenstände von Interesse sind und diese auch wahrgenommen werden. Diese Phase ist von großer Bedeutung für die Stabilität des späteren Hundes wie wiederum viele Studien belegen.

Alle Sinnesreize, Informationen, Geräusche aber auch Lebewesen die der Hund bis zur ca. der 12. Lebenswoche als harmlos einstuft oder sie sogar als  positiv einstuft führen später nicht zu Angst, Panik und Stress.

Im Gegensatz dazu bedeutet dies, dass Reize die der Hund nicht in dieser Zeit kennen gelernt hat, zu negativen Verknüpfungen führen kann. Ja sogar zu Stress bis hin zu Angstzuständen führen kann. 

Für die Hundezüchter bedeutet dies nun, dass sie  ab ca. der 4. Lebenswoche dem Welpen soviel an Umweltreize als möglich anzubieten und ausprobieren zu lassen. Aber auch hier wieder mit der gebotenen Vorsicht. Eine Reizüberflutung ist damit nicht gemeint. Eher ein ständiges und langsames Erweitern der Reize.

Die Abfolge und die Dauer der neuen Reize müssen wohldosiert sein. Ordentliche Schlafphasen gehören dazu. Im Schlaf werden die Erfahrungen verarbeitet und die Verknüpfungen im Gehirn hergestellt. Um einen ruhigen Schlaf zu garantieren sind die Welpen wieder in ihrer Wurfkiste.  

Die vierte Woche  ist der Beginn der großen Veränderungen. Ab hier werden die Grundlagen gelegt für die Stabilität des Welpen im Hinblick auf  die Umwelt und auf die Sozialisierungs-Partner.

Die 4. Woche bei uns „vom Haseland“

  1. Wir legen nun kleine, unterschiedliche und farbige Gegenstände in die Wurfkiste. Dies ist als Angebot an die Welpen zu verstehen. Nicht alle Dinge werden bereits jetzt wahrgenommen.
  2. Der Raum um die Wurfkiste wird erweitert – so dass sich die Welpen nun selbständig versäubern können und vor allem in einen gesicherten Raum Kontakt mit dem Umwelt aufnehmen können.
  3. Die Welpen lernen weiter die komplette Wohnung kennen
  4. Auch kleine Ausflüge in den Garten werden nun unternommen.
  5. Fremde Hunde, auch anderer Rassen kommen nun hinzu.
  6. Temperaturunterschiede werden dadurch ganz nebenbei kennen gelernt, so lernt auch das Immunsystem hinzu.
  7. Neue Geräusche außerhalb der Wohnung
  8. Die dritte Ebene, also Höhe und Tiefe kommt hinzu (Treppen)
  9. Ausflüge mit dem Auto
  10. Unsere Hundegruppe übernimmt nun abwechselnt die Aufsicht.
  11. Welpenbesuch nimmt zu•         

Ein Satz, den wir immer und immer wieder zu unseren zukünftigen Welpeneltern sagen:

"Wir übergeben Ihnen am Ende unserer Aufzuchtzeit einen kleinen Rohdiamanten - die feinen Ecken und Kanten (Erziehung) die müssen sie nun schleifen. Gehen Sie behutsam mit dem Hundebaby um, fordern und fördern ist die Grundlage. Die Bindung der Klebstoff".

 

4. bis 12. Woche Grundsätzliches und bei uns „vom Haseland“

In Zeit findet die Einstimmung/Gewöhnung/Prägung/Sozialisierung/Sensibilisierung auf Artgenossen und auf den Menschen statt, bzw. sie steht in dieser Zeit im absoluten Vordergrund.

Laut Frau Feddersen-Petersen, sollte man bei so hoch entwickelten Säugern, wie unseren Hunden, nicht von Prägung sprechen, sondern, da die Lernergebnisse nicht unumkehrbar oder unveränderbar sind, lieber von der sensiblen Phase. In der der kleine Welpe besonders einprägsam und nachhaltig für sein späteres Leben lernt

Die Welpen lernen nun, sich altersangepasst und langsam an die Umweltreize zu gewöhnen. Das Verhalten der Welpen entwickelt sich während dieser Sozialisierungsphase, besser sensiblen Phase mit einer unglaublichen Geschwindigkeit.

So etwa zwischen der 6. und 8. Woche erreicht die Phase ihren Höhepunkt. In dieser Zeit wird das Verhalten des Welpen weitgehend ausgebildet. 

Die gemachten Erfahrungen - positiv wie negativ - wirken sich auf das ganze weitere Leben aus. Wichtig dabei ist noch zu erwähnen, dass dies (4.-12.Woche) ein ungefährer Zeitraum ist, und man die einzelnen Abschnitte/Phasen nicht zu eng sehen sollte. 

Es gibt Unterschiede beim jeweiligen Hund oder auch in der Rasse.

Ein weiterer wichtiger Aspekt darf dabei auch nicht übersehen werden, die unterschiedlichen Umwelt- und Aufzucht Bedingungen der Hunde, bei dem jeweiligem Züchter.

 

Bei den Haseländern

  1. Mit Beginn der Fütterung kann der Züchter ein gezieltes Pfeifentraining starten. Zugleich mit der Futterabgabe ertönt zwei, dreimal<
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126