Rassekennzeichen um 1930 herum - Deutschland -

Auslegung des Rassestandards, veröffentlich von Herrn L..F. Diefenbach im Der Rauhaarige Terrier und seine Erziehung, 5te neubearbeitete Auflage

 Allgemeine Erscheinung

Der Irish Terrier muss ein lebhaftes, geschmeidiges und drahtiges Aussehen zeigen, auch muss er kräftig und dabei leicht gebaut sein, da Schnelligkeit und Kraft bei ihm sehr nötige Eigenschaften sind.

Er darf weder plump noch gedrungen aussehen, sondern muss den Eindruck eines schnellen Tieres hervorrufen und schöne, gefällige Außenlinien aufweisen.

Sehr beherzt Hunde sind gewöhnlich mürrisch und bissig. Der Irische Terrier als Rasse bildet eine Ausnahme hiervon, denn er ist bemerkenswert gutmütig, namentlich gegen Menschen; doch muss zugegeben werden, dass er die Annäherung fremder Hunde leicht übel aufnimmt. Es liegt in dem Irischem Terrier ein verachtender, rücksichtsloser Mut, der charakteristisch für ihn ist, und welcher der Rasse den stolzen Namen der furchtlose Teufel (dare devils= eingetragen hat.

Sind diese Hunde im Gehorsam, so zeichnen sie sich durch ihr ruhiges, zu Liebkosungen aufforderndes Wesen aus und, wenn man sie zärtlich und schüchtern den Kopf in die Hand des Besitzers drängen sieht, so kann man sich schwer vorstellen, dass sie bei Gelegenheit den Mut des Löwen zeigen und bis zum letzten Atemzuge zu kämpfen imstande sind. Sie entwickeln ihrem Herrn gegenüber ganz außerordentliche Ergebenheit und sind dafür bekannt, dass sie seinen Spuren auf unglaubliche Entfernung zu folgen vermögen.

 

  1. Kopf, Lang, der Oberkopf ziemlich schmal zwischen den Ohren, nach den Augen hin sich leicht verjüngend, die Haut ohne Falten, Absatz vor der Stirn außer von der Seite kaum wahrnehmbar. Die Schnauze stark und muskulös nicht zu voll in den Wangen, kräftig und lang, jedoch keineswegs so fein wie beim weißen englischem Terrier. Ein leichter Einbug unterhalb der Augen lässt den Kopf weniger windhundartig erscheinen. Die Zähne sind stark und passen genau aufeinander. Die Lippen liegen nicht so knapp an wie beim Billterrier, schließen jedoch gut und lassen durch die Behaarung hindurch ihre Schwarze Einfassung erkennen. Die Nase ist immer schwarz
  2. Augen. Dunkel nussbraun, klein nicht hervorstechend und voll leben, Feuer und Intelligenz
  3.  Ohren. Klein und v-förmig, mäßig dick, hoch angesetzt und dicht an den Wangen anliegend nach vorne getragen. Der Behang ist frei von Franse und die Behaarung desselben kürzer und gewöhnlich dunkler als dies des übrigen Körpers.
  4. Hals. Ziemlich lang, gegen die Schulter zu sich allmählich erweiternd, schön getragen und frei von Wamme. Gewöhnlich befindet sich an den beiden Seiten des Halses eine bis an die Ohren reichende krause, welche für sehr charakteristisch gehaltne wird.
  5. Schultern und Brust. Die schultern leicht, lang und schräg in den Rücken übergehend. Die Brust tief und muskulös, aber weder voll noch breit.
  6.  Rumpf. Mässig lang, Rücken kräftig und gerade, namentlich hinter den Schultern nicht eingesunken, die Lendengegend breit, kräftig und leicht gewölbt, die Rippen gut gebogen, eher tief als rund und sich weit nach hinten erstreckend.
  7. Rute. Gestutzt. Sie ist frei von langem haar und wird hoch, jedoch nicht über den Rück erhoben oder gekrümmt getragen.
  8. Läufe und Pfoten. Die Pfoten kräftig, mäßig rund und ziemlich klein, die Zehen gewölbt und weder nach innen, noch nach außen gedreht. Schwarze Nägel sind vorzuziehen und erwünscht. Die Läufe ziemlich lang, schön an die Schultern angesetzt, vollkommen gerade, die Knochen und Muskeln derselben außerordentlich kräftig; die Ellbogen arbeiten frei an den Seiten, ohne den Rumpf zu berühren, die Fußwurzeln sind gerade und kurz, kaum wahrnehmbar. Die Vorder- wie die Hinterläufe werden beim Laufen gerade vorwärts gesetzt, die Kniegelenke nicht auswärts gedreht. Die Läufe sind (in Ausstellungskondition) frei von Feder und die Behaarung derselben ist ebenso hart, jedoch nicht so lang wie die des übrigen Körpers. Hinterläufe stark und muskulös, gut unter den Hund gestellt, die Keulen stark, die Sprunggelenke nahe unter den Hund gestellt, die Keulen stark, die Sprunggelenke nahe dem Boden, die Unterschenkel nicht sehr schräg gesellt.
  9. Behaarung. Hart wie draht, frei von weichem oder seidigem Haar, nicht so lang, das es die Umrisse des Körpers verdeckt und besonders am Hinterkopfe schlicht und flach, keine Zotteln, Locken oder Ringel bildend
  10. Farbe. Sets einheitlich. Die beste ist hellrot, weizenfarbig und gelb. Weiß kommt mitunter and er Brust und den Pfoten vor, ist aber an den letzteren mehr zu tadeln als an der Brust, weil ein weißer Brustfleck bei allen einfarbigen Rassen öfters auftritt.
  11.  Gewicht. In Ausstellungsform 7,25 – 10,75 Kg, nämlich 7,25 – 10 Kg für Hündinnen und 8 – 10,75 für Rüden. Das zweckmäßigste Gewicht ist 10 Kg oder etwas darunter
  12.  Fehlerhaft: Rote und braune Nasen und geströmte Farben. 

Zu der damaligen Zeit wurden die Rassekennzeichen noch von dem Klub für rauhaarige Terrier aufgestellt. Heute ersetzt der  FCI-Rassestandard dies.

 

Wenn  man diese oben aufgeführten Rassekennzeichen mit dem heutigen gültigen Rassestandard vergleicht, fallen viele Übereinstimmungen auf, aber auch große Unterschiede.

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126