Ursprung der Rasse (Copywrite: Susann Gielians)

Der  Irish Terrier gehört der Gruppe der Hunde. Die nach dem lateinischem Wort „Terra“ beschreiben werden. Der Terrier ist gezüchtet und gehalten worden, um unter dem Boden zu arbeiten. Er war seine Aufgabe, die kleinen und großen Schädlinge zu verjagen, die auf dem Land vorkamen.

Alle Hunde in der Terrier Gruppe, mit Ausnahme von der Miniatur Schnauzer, entstanden auf den britischen Inseln.  Viele der Terrier haben den gleichen Ursprung. Sie unterteilen sich in zwei grundlegende Kategorien:

  • rauhaarigen mit kurzen Beinen „ Kurzläufer“
  • und in die glatthaarigen mit langen Beinen „Hochbeiner“

 Alle Terrier, obgleich sie  sich in der Art sich unterscheiden können, haben den gleichen Ursprung.

Schon in 1735 beschrieb ein Lexikon den Terrier, wie "eine Art von Hund, der hauptsächlich für die Jagd nach Fuchs und Dachs verwendet wird. Er kriecht in den Fuchs-Dachs-Bauten, fängt das Wild mit den Zähnen  und schleppt sie dann mit seiner  ihm eigenen Kraft ,aus den Bauten heraus.“

Obgleich der Ursprung der Rasse im Dunkeln liegt, sind sich die meisten Dog -Historiker darin einig, das  bereits Ende des 17ten Jahrhundert und im frühren 18.ten Jahrhundert, diese Hunde gezüchtet wurden.

Verschiedene Stämme sind bekannt.

  • So die weizenfarben in der Grafschaft Cork und
  • die auf niedrigen Läufen stehenden lang gebauten Terrier des Glen of Imaal, die heute – noch vorhanden  - überwiegend blau-lohfarbnes, zuweilen auch schwarz-lohfarbendes und selbst weizenfarbenes Haar zeigen.
  • Im Norden Irlands und im Gebiet am Ballymena war ein Typ vertreten, der unserem heutigen, in seiner rassigen Erscheinung mit flüchtiger Linie und langem schönen Kopf mit kräftigen Gebiss noch am ehestens entspricht.

Alle diese Stämme, so ist man sich relativ sicher gehen auf den alten „Black and Tan Terrier“ der britischen Inseln zurück, der heute noch im Westmooreland vereinzelt vorkommt.

Da es zur damaligen Zeit keine Zuchtbücher, die uns dies heute beweisen könnten, gab. Wird der Ursprung weiter auf Vermutungen, Erzählungen und Ableitungen von anderen heutigen Rassen angewiesen sein.
Man  ist aber der einhelligen Meinung, das nur mit den Weseneigenschaften „Mut und Eifer“ weitergezüchtet wurden. Die Hunde die nicht imstande waren diese Aufgaben zu erfüllen, wurden eben nicht weitergezüchtet. Beziehungsweise ausgemerzt.

Die Anforderungen an das Wesen und des Erscheinung waren ihren Aufgaben angepasst.

So geht man heute davon aus das, ziemlich viel Wert:

  • auf lange Köpfe  mit geringem  „Stopp“ ,
  • auf Körperformen die in der Lage waren, aus dem Wasser heraus zu kommen und die sich auf einem unwegsamen Gelände sehr gut bewegen konnten, gelegt wurde.

Dies waren dann die Grundlagen, die es ihnen ermöglichte, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen.

  • Selbständig am Boden zu arbeiten, in Erdbauten hinein zukommen und dann auch das Wild zu stellen und mit der Körperkraft aus diesen Bauten herauszubekommen.

Somit läßt sich wie bei den meisten Terrierrassen, der genaue Ursprung und der Beginn der Rassehundezucht für den Irish Terrier nicht nachvollziehen.

Die Herkunft des Black and Tan Terriers verliert sich im Dunkeln der Geschichte. Fakten und Mutmaßungen vermischen sich und werden, um hintergründige und mystische Elemente bereichert, zu einer charmanten nicht desto weniger rätselhaft bleibenden Geschichte vermischt.Sicher ist, dass Hunde in Irland seit mehr als zwei Jahrtausende gehalten wurden.

Der bekannteste war wohl der Irish Wolfshound (aus noch bestehenden Resten seiner Rasse in den vergangenen Jahrzehnten schließlich wiedergeboren), der legendäre Kampfhund der britischen Inseln, vorzugsweise Irlands, den schon Roms Legionäre fürchteten. Mit dem Rückzug Roms, schwand sein bevorzugtes Tätigkeitsfeld. Eine neue Aufgabe entstand – als Hetz- und Jagdhund auf Großwild.

Jagd war damals ein Privileg des Adels, nur er war berechtigt diese Hunde zu halten und zu züchten.

Irische Hunde erkennt man sofort!

Wo anders ist Gegensätzlichkeit so harmonisch verbunden. Stolz und Anschmiegsamkeit, Zurückhaltung, Selbstbeherrschung und liebevolle Zuneigung, Mut, Schneid und Draufgängertum mit geradezu überschäumender Lust am Spiel und Sport so vollkommen vereint ?

Dies gilt für den größten der irischen Hunde, den Irish Wolfshound ebenso wie für den Kerry Blue, den Soft Coated Wheaten, die vielen kaum bekannten lokalen Stämme und ganz besonders für unseren, Freund, den Irish Terrier.
Die Rasse der Irish Terrier  entstand wohl aus einer gemischten Gruppe von Terrier, die damals auf der Emerald Isle ansässig waren. Man geht von der Vermutung aus, dass der Irish Terrier nur aus Irland stammen kann, weil es nur dort zu jener Zeit die Formen und Farben  der verschiedenen Hunde, gegeben hat.
Dies wird aus der Tatsache abgeleitet, das es erwiesen ist,, das die Kerry Blue und Soft Coated Wheaten Terrier, nur in Irland wirklich gebürtig sind. Weiter dadurch, das die Farben – Weizen, Rotweizen, Rot,  der Körperbau, die Größe, mit den beiden Rassen übereinstimmen.

Es erscheint erwiesen zu sein, das die Fellfarben dunkelblau, rot,  brindle (scheckig) zu jener Zeit nur in Irland vertreten waren. Nicht in Großbritannien und auch nicht auf dem  restlichen Kontinent.

Erst als es  (nach 1870) zu den Zuchtschauwesen kam, wurden diese Hunde dann auf dem Kontinent und GB gesehen und auch weitervermehrt – gezüchtet.

Niemand geht heute soweit, dass er behauptet, dass die Irish Terrier nur von dem Glen of Imaal Terriern abstammen. 

Obwohl der Irish Terrier Sieger auf der Ausstellung in Lisburn 1875 – ein Irish Terrier namens Stinger war. Dessen Beschreibung einem Glen of Imaal Terrier, viel näher kommt, als dem heutigen Irish Terrier

„ .... have been long-backed, dark-blue grizzle, with short tan legs an white turned-out feet,

 Die meisten Hunde-Historiker gehen heute davon aus, das das was man heute unter dem Irish Terrier (Red Devil oder Daredevil) versteht, sehr sorgfältig aus den verschiedenen, auf der Insel Irland befindlichen Rassen, gezüchtet wurde.

„Ursprünglich tauchen in einer Zucht alle Farben auf, einschließlich weiß“

Die ersten Irish Terrier, die in einem Ausstellungsring erschienen sind, waren Black and Tan, Brindle (gescheckt), Wheaten and Gray or Blue and Tan.

 Die heutigen Farben sind durch die Vermischungen der verschiedenen Abstufungen der roten Farbe entstanden. Die Farben „weizenfarbig, Rotweizen und rot“ sind heute die einzigen Farben die der Rassestandard des Irish Terrier zulässt.

Wo und wie genau der Ursprung dieses Rasse liegt, kann heute nicht mehr genau beschrieben werden. Die Wahrheit wird  in einer Mischung aus diesem lieben alten Hund von damals liegen. Weiteren  früheren Informationen kann man ebenfalls entnehmen,  das der Irish Terrier  aus einer Mischung von heute nicht mehr in Erscheinung tretenden Terriern aus England, abstammt oder von den Rattenhunden aus Cork.

Oder wieder andere behaupten, das der Irish Terrier von den Terriern aus Wales abstammt. Bis heute wird niemand wird mit Sicherheit  auf einen bestimmten Typ von Terrier zeigen können und sagen, dies ist der Ur-Irish Terrier.

Dies ist sehr verwirrend und man kommt möglicherweise etwas weiter, wenn man die einzelnen Faktoren sortiert.

Als die einzelnen Hunde-Arten getrennt wurden, um in Zuchtbüchern eingetragen zu werden, das heißt, als ein endgültiger Stammbaum notwendig wurde, um zu beweisen, das die Würfe, reinrassig gezogen wurden. Wurde als erstes ein, für jeder nun erfasste Rasse,  Rasse-Standard festgelegt.

Aus diesem Standard wurde dann abgelesen, wie denn die Hunde, die als Irish Terrier eingetragen werden sollen, aussehen sollen. Dies dauerte seine Zeit, und man kann an den Anfängen der Zuchtbücher noch erkennen, das das eine oder andere, was nicht so in den Standard passte, schon mal in Vergessenheit geriet, oder eben mal nicht so genau eingetragen wurde.

Die Irish Terrier wurden dann, nach dem Standard, nur noch in den Farben Wheaten, Red and Gray (or blue) akzeptiert. In den Würfen fielen aber immer wieder Welpen in anderen Farben.

Wenn dann in den Würfen andere Farben, als die im Rasse-Standard zugelassen, oder andere Fellarten auftauchten, was in der Anfangszeit nicht so selten vorkam. Wurden die andersartigen Welpen, kurzerhand den Kerry Blue Terrier oder den Soft Coated Wheaten Terriern zugeordnet.

Jene ersten Züchter stellten aber auch recht schnell fest, das die weizenfarbigen Iren, sehr gute Köpfe bzw. Kopfformen zeigten aber ein sehr weiches Haarkleid.
Dafür zeigten die tief roten Iren, einen sehr flachen Kopf und ein drahtiges Haarkleid. Sie gingen davon aus, dass diese Eigenschaften, Kopfform und Haarkleid von den Old English Black and Tans, oder von den Scotch Terrier und Bull- and- Terriern, oder ähnlichen Terriern herrührte.

Die Züchter entschieden sich  nun dafür Hunde zu züchten die beide Merkmale aufwiesen „ rotes drahtiges Fell/Haarkleid und gute Köpfe.

Einige der angesehen alten Irish Terrier Züchter, waren auch der Meinung das die Irish Terrier von den Irischen Wolfshunden abstammen (nicht nur von den bereits drei genannten Rassen), da  es zu Beginn der Rassezucht, nicht ungewöhnlich war, Irish Terrier mit einem Gewicht von 60 Pound zu züchten.

Irish Wolfhounds wurden im 17. Jahrhundert gerne verschenkt, so gerne, dass Oliver Cromwell schliesslich den Export dieser Tiere unterbinden musste. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde in Schottland der letzte einheimische Wolf zur Strecke gebracht, und auch in Irland lebten seit 1766 keine Wölfe mehr. Deshalb verlor auch der große Hund , dessen Spezialität die Wolfsjagd war, seine "Daseinsberechtigung". Die Rasse wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem durch einen Offizier der britischen Armee, Captain Graham, vor dem endgültigen Aussterben bewahrt.

Eine andere Ableitung deutet ebenfalls auf eine Vermischung mit den Wolfshunden hin. Der Adel, der das sorgfältig gehütete Privileg besaß diese Rasse zu züchten, Ließ seine Hunde natürlich auch vom gemeinen Volk betreuen.

Es mag wohl  dann ab und an, ein Exemplar, vermutlich ein besonders kleines, das sich zur Großwildhatz nicht eignete, in die Hände des Landvolkes gelangt sein. Das die Raubzeugschärfe, aber auch die Begabung für die schnelle, leise Jagd auf Kleinwild schätze. Zudem besaß die Rasse alle Voraussetzungen, der allen Iren eigenen Leidenschaften an Sport, Wettlust und Wettkampf zu dienen; und so wird von verbreiteten Hundekämpfen berichtet, aus denen ein gut Teil der kämpferischen Qualitäten der heutigen Irish stammen könnte.

Das Rad der Geschichte drehte sich weiter, nach dem Kampfhund, bleib auch der Großwildhund auf der Strecke, übrig bleiben harte , gebrauchstüchtige Haus und Hofhunde von vielseitiger Verwendbarkeit, bemerkenswertem Selbstbewusstsein und hoher Intelligenz, im allgemeinen rauhaarig und schwarzlohfarben.

Alte Stiche zeigen als Irish Terrier Typ, einen Typ der rundherum eine verkleinertes Abbild des Wolfshound darstellt. 

In der heutigen Zeit gehen wir von einem Standardgewicht von 25-27 Pounds aus, welches auch in dem ursprünglichem und noch heute geltenden Standard aufgeführt ist.

Wenn wir uns in der heutigen Zeit die beiden Rassen anschauen, können wir die Wolfshund typische, schmale, sportliche Kontur  auch in unserm Irish Terrier wieder erkennen, ebenso wie der Rest des langbeinigen Terriererbes mit der schmalen Hinterfront und dem kräftigen Körperbau.

Viele unserer hutigen Welpen haben noch heute dieses Problem. Die Züchter versuchen mit dem Kleben der Ohren, diese Fehlstellung des Ohres zu beheben (natürlich wird dadurch nur das äußerliche Bild verändert).  
Die genetischen Grundlagen bleiben so leider erhalten, da durch das  fast 100 % Kleben der Ohren, nicht festgestellt werden kann, welche Zuchtlinie frei von diesem genetischen Problem ist. Das Kleben vertuscht die genetischen Anlagen.

Man kann auch der Meinung sein, das der große Wolfshund die Fähigkeiten hat, es mit einem Wolf aufzunehmen. Im Bereich der Hartnäckigkeit, kann es der Irish Terrier in jedem Fall mit  dem Wolfhund aufnehmen.

Einen gravierenden Unterschied ist aber auf jeden Fall im unterschiedlichen Temperament gegeben.
Der Wolfshund – mit Recht ein leichter Riese – ist ein ruhiger, gutmütiger Hund. Im Gegensatz dazu gilt der Irish Terrier als ein unbekümmerter Draufgänger.

Ungeachtet dessen, ob sich die 4 irischen Rassen  (Irish Terrier, Kerry Blue Terrier, Soft Coated Wheaten Terrier und der Glen of Imaal Terrier) in Irland eigenständig entwickelten.

Ob der irische Wolfshund zu den Stammvätern dazugezählt werden, oder nicht, hat der frühere Hunde-Historiker J.H.Walsh 1879  „The Dog in Health and Disease“ bis zu der dritten Auflage, den Irish Terrier nicht dazugezählt. Erst auf einen Antrag hin, schloß er die Irish Terrier, in die Gruppe der 4 irischen Rasse ein. Er selbst glaubte bis zuletzt daran, das es einfach ein Vielzahl von Scotch Terrier gab, und die die Variante „Irish Terrier“, dazugehörte. Das er seine 3te Auflage erst auf Antrag änderte, zeigt sehr deutliche seine Auffassung.

In der damaligen Zeit war die Bezeichnung „Scotch Terrier,“ eine abwertende Bezeichnung für alle Terrier, die kein Fox Terrier waren.

Ein anderer Autor aus dieser Zeit, hatte ebenfalls eine andere Auffassung zu den irischen Rassen.Er beschrieb den Irish Terrier  als

„Wild irishman“ whose ancestry was a „mixed bag“.

also als eine Rasse,  deren Ursprung ein „Gemischtwarenladen“  gleichkommt.

In einer alten Dichtung heißt es, er sei des armen Mannes Schildwache, des Landsmanns Freund und des Edelmanns Liebling.

Ein Jedermann-Hund also ?

 Nun, wie man es nimmt!.


Denn obwohl der Irish Terrier jedermann toleriert, wenn dazu angehalten, ist er nicht jedermanns Hund. Seine Treue und Familienbezogenheit sind ausgeprägter als üblich. Einmal in ein Milieu eingepflanzt sind die Bedingungen ungewöhnlich fest und beständig. Kurzum er ist ein Charakter, eine Synthese eigenwilliger und gegensätzlicher Eigenschaften in völliger Harmonie und Vollkommenheit. Ein Spiegelbild der Menschen, unter denen seine Entwicklung verlief und beeinflusst von ihrem Leben Wirken.

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126