Der natürliche Speiseplan des Hundes

Hunde, Wölfe, Schakale und Füchse sind Jäger. Sie ernähren sich von Ihren Beutetieren, diese fast komplett. Und anhand dieser Beutetiere sollte man versuchen diese Form der Ernährung zu verstehen.

 

Hunde/Wölfe jagen oft im Rudel.
Wenn sie ein Beutetier erlegt haben, reißen sie ihm zuerst die Bauchdecke auf, holen die Innereien heraus und verzehren diese auch zuerst.
Teilweise konnte man beobachten, dass sie den vorderen Teil der Gedärme verzehren, der Rest des Darms bleibt liegen. Dann wird der Rest des Tieres verzehrt, Muskelfleisch, Kopffleisch, Herz, Beine, Pfoten Hufe und Knochen.

Dabei frisst der Wolf soviel er bekommen kann, denn er weiß nicht, wann er das nächste Mal etwas bekommt.

 

Folglich ist sein Organismus darauf ausgelegt auch mit einer sehr großen Menge auf einmal klar zu kommen.

 

Die natürlichen Beutetiere eines Wolfes sind:

  • Bisons
  • Moschusochsen,
  • Renntiere,
  • Elche,
  • Hirsche,
  • Steinböcke,
  • Rehe,
  • Mufflons,
  • Schafe/Ziegen,
  • Wildschweine,
  • Hasen,
  • Biber,
  • Eichhörnchen,
  • Mäuse,
  • Vögel
  • und andere Klein- und Nagetiere.

 

Aber Wölfe fressen auch:

  • Wurzeln,
  • Beeren,
  • andere Früchte
  • und fangen sich einen Fisch.

 

 

Wie bereits erwähnt, fressen Wölfe und Hunde das Beutetier fast komplett, somit auch den Mageninhalt.


Bei den meisten seiner Beutetiere besteht dieser aus

  • Gras,
  • Klee,
  • Blättern,
  • Beeren,
  • Früchten,
  • einigen Gemüsesorten,
  • Baumrinde,
  • kleineren Insekten (Vögel fressen ja teilweise Würmer)
  • und einigem mehr.

 

Kaum ein Beutetier auf den natürlichen Speiseplan des Wolfes/Hundes frisst von Natur aus Getreide
Auch keine Kaninchen oder Hasen !!!

 

Von daher stellt sich die Frage, warum man dem Hund in Fertigfutter Getreide anbietet.

 

Ein Hund/Wolf stellt sich nicht auf ein Feld und frisst Getreideähren. Ebenso wenig besteht der Mageninhalt eines seiner Beutetiere aus Getreide bzw ist der Getreideanteil im Magen eines Hundes so gering, das es in keinem Verhältnis zu der Menge an Getreide in den gängigen Fertigfuttersorten steht.

 

Wir haben bei der Fütterung recht selten ganze „Beutetiere“ zu Verfügung. Und es ist für die meisten auch nicht sehr appetitlich, ein totes Kaninchen in der Küche zu zerlegen.
 

Wir sind es nicht mehr gewöhnt und müssen nun tricksen.

 

  • Wir ersetzten das Fleisch, durch Fleischabschnitte
  • Wir ersetzten das komplette Skelett des Kaninchen durch Knochenteile
  • Wir ersetzten den Mageninhalt durch püriertes Grünfutter

 

Warum püriert?

Ein Hund/Wolf nimmt zwar in der freien Natur auch mal Beeren auf, aber doch eher selten.
Seinen Bedarf an Grünfutter und den damit verbundenen Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Inhaltstoffen deckt der Hund/Wolf durch die Aufnahme des Mageninhaltes seiner Beutetiere.

 

Dieser Mageninhalt ist bereits vorverdaut (das Beutetier hat vor seinem Tod gefressen und dieses eben im Magen verarbeitet). Das Verdauungssystem des Hundes/Wolfes ist nur dann in der Lage Grünfutter zu verarbeiten, wenn es vorverdaut ist – denn dies ist die natürliche Ernährungsart für ihn.

Sein Organismus kann nur aus vorverdautem Grünfutter das herausziehen, was er braucht.

 

Uns ist es nun nicht möglich, das Grünfutter vorverdaut zu bekommen

Man braucht es auch nicht, denn vorverdaut heiß eigentlich nicht mehr, als das die Zellwände des Gemüses oder Obstes zerstört sind.

Dies ist auch dann gegeben, wenn Gemüse/Obst püriert ist, wenn es ein kompletter Brei ist. Auch dann sind die Zellwände zerstört und nur dann kann der Hundeorganismus aus dem Grünfutter seine notwendigen Stoffe herausziehen.

 

 

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
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