Ein kleiner - wirklich nur kleiner Einblick -  in den Verdauungstrakt des Hundes

Als karnivore aht der Hund als Fleischfresser, ein Verdauungssystem, das ganz auf seine Bedürfnisse zugeschnitten/abgetimmt ist.

 

Die Verdauung beginnt im Maul

Der Hund speichelt die Nahrung ein, um sie geschmeidig und rutschig zu machen.

Die Zähne des Hundes bestehen aus Fangzähnen. es ist ein Gebiß das zum fangen, zerreißen und zerkleinern der Beute ausgelegt ist.

Die Backenzähne des Hundes verfügen ebenso über scharfe Kanten. Wenn man sich also einmal die Backenzähne (Molare) ansieht, sieht man deutliche Unterschiede zu einem z.B. menschlichem Gebiß, das eine ganz andere Aufgabe hat,es soll zermahlen.
Die Zähne vom Hund dienen dem Zerteilen von größeren Fleischstücken. Allein daran erkennt man, das der Hund keine Zähne hat, um Getreide richtig zu verarbeiten.

Der Magen des Hundes ist im Vergleich zu einem Pflanzenfressers wesentlich größer. Und der Futterbrei wird im Magen dann chemisch verarbeitet.

Durch den Schlüsselreiz "Fleisch" wird der Magensaft produziert der scih dann (stark vereinfacht) mit der Nahrung verbindet. Dann wird die Nahrung denaturalsiert und für die Enzyme des Darmes vorbereitet. Der Magensaft hat außerdem die Aufgabe Mikroorganissmen (pathogene Bakterien) ab zutöten bzw. stark einzuschränken.

Um es gleich vorneweg zu sagen: Es besteht potenziell die Gefahr von Würmern, Salmonellen etc. Nicht umsonst gibt es Hygienemaßnahmen, welche man bei der Verarbeitung mit rohem Fleisch treffen sollte.

Die einfachste Art, ist das Abwaschen vom Fleisch. Da sich  z.b. die Salomonellen vorwiegend an der Oberfläche des Fleisches befinden. Weiter wird empfohlen gefrorenes Fleisch zu verwenden (www.ESCCAP.de Hinweise zur Parasiten und einfrieren und anderem, es gibt viele andere Hinweise)

Es muss aber auch darauf hingeweisen werden, das der Magensaft oder auch die Magensäure eines Hundes 10 mal mehr Salzsäure  als ein Mensch, enthält. Hier kann kaum ein Wurm, Salmonelle oder ein sonstiger Parasit überleben. Der Hund selbst, schützt sich vor einer Selbstverdauung durch die Produktion von Schleimstoffen.
Weiter spalten Verdauungsenzyme wie Pepsin, Kathepepsin  die Eiweiße und Magenlipase spalten die Fette (auch hier wieder stark vereinfacht)

Damit der Hund, aber dazu in der Lage ist, also die richtige Menge des Magensaftes zu produzieren, ist der richtige Schlüsselreiz notwendig. Der Schlüsselreiz hängt von der Art und der Menge der aufgenommen Nahrung ab.

Fleisch - ist der Schlüsselreiz beim Hund (Karnivoren) für die ausreichende Produktion von Magensäure, hier in etwas die 10fache Menge an Salzsäure,wie bei einem Menschen. Weiter wird dadurch der Ph-Wert auf unter 1  im Magen gesenkt. Durch die Magenperistaltik wird die aufgenommene Nahrung mit dem Magensaft vermischt und die Verdauung eingeleitet.

Im Gegensatz zum Pflanzenfresser, verbleibt die Nahrung im Hundemagen nur eine kurze Zeit. Sie wird gut durchgemischt und dann in den Darm geschoben.
Der Darm ist beim Hund wesentlich kürzer als beim Pflanzenfresser.

  • Im Darm werden die Nahrungsbestandteile aufgeschlossen und resorbiert.
  • Die unverdaulichen Bestandteile werden schließlich abtransportiert.

Das Darmsystem des Hundes ist, verglichen mit dem Pflanzenfresser realtiv kurz

  • und hat eine Verdauungszeit von etwa 24 stunden für Fleisch und Knochen
  • und von 4 - bis 5 Tagen bei pflanzlicher Nahrung

Die Hauptarbeit macht der DÜNNDARM, er spaltet die Nahrung durch körpereigene Enzyme, sie kommen zu einem großem Teil aus der Bauschspeicheldrüse und aus den Drüsen aus der Darmwand.

Der Dünndarm setzt sich aus 3 verschiedenen Abschnitten zusammen

  • Zwölffingerdarm
  • Leerdarm
  • Hüftdarm

Im Gegensatz zum Magen benötigt der Darm ein alkalisches Mileu. Daher bildet die Bauchspeicheldrüse (zwei Ausführungsgänge zum Zwölffingerdarm) neben den Verdauungsenzymen auch Natriumkarbonat. Dadurch wird die Wirkung der Verdauungsenzyme im Nahrungsbrei sichergestellt.

Als Verdauungsenzyme produziert die Bauchspreicheldrüse

  • Trypsin,Chymotrypsin, Elastase, Carboxypeptidase zur Eiweißspaltung
  • Lipase zur Fettspaltung
  • Amylase zur Kohlenhydratspaltung

Außerdem werden von der Bauchspeichldrüse in den sogenannten Langerhansschen Inseln, die Hormone Insulin und Glukagon.

Insulin ist für die Senkung des Blutzucherspiegels verantwortlich und fördert die Aufnahme von Glikose in die Zellen und hemmt den Glukogenabbau. Die Ausschüttung von Isulin wird wieder über den Blutzuckerspiegel gesteuert.

  • sie beginnt bei einem Hund etwa bei deinem Blutzuckerspiegel von 60 - 80mg % Glukose.
  • ein Mangel verursacht Diabetes Mellitus - "Zucker"

Glukagon, ist der Gegenspieler, es erhöht den Blutzucherspiegel, in dem es den Abbau von Glukogen in der Leber fördert.

Im Darm selbst werden folgende weiteren Verdauungsenzyme gebildet

  • Peptidasen
  • Disaccharasen

Der Leber spielt bei der Verdauung eine endscheidene Rolle,

  • sie wandelt resorbierte Kohlehydrate in ihre Speicherform des Glykogen oder in Fett um.
  • Weiter wandelt die Leber die resorbierten Aminosäuren in körpereigene Proteine um. 
  • Weiter verarbeitet die Leber die anfallenden Fettsäuren
  • und dient als Speicherorgan für Vitamine und Surenelemente.
  • sie dient weiter als Entgiftungsorgan für anfallende Stoffwechselprodukte
  • sie baut körpereigene Proteine zu Harnstoff und Harnsäure ab.
  • sie produziert Gallensaft (Gallensäure und Gallenfarbstoff), dadurch wird die Oberflächenspannung des Wassers im Nahrungsbrei herabgeseetzt, was die Eiweiß- und Fettverdauung erleichtert udn färbt den Kot.

Im Dickdarm findet eigentlich nur noch die Formung des Kotes statt. Lediglich Wasser und Elektrolyte werden hier im Nahrungsbrei noch entzogen.

  • Blindarm
  • Grimmdarm
  • Enddarm

Die im Dickdarm befindlichen Bakterien sind verantwortlich für die Spaltung von Zellulose. Dadurch können auch gewisse Teile der Rohfaser genutzt werden.

Die Resportion von Wasser, Mikroorganimen und Stoffe die durch Bakterien gebildet werden (Vitamine, flüchtige Fettsäuren, Ammoniak und Schwefelwasserstoff)ist alelrdings die wichtigste Aufgabe des Dickdarms.

Dann wird alles als Kot, über den Enddarm ausgeschieden.

Fazit:
Der Darm ist der Ort der Gesundheit. Um einen Hund gesund zu ernähren und um zu verstehen, warum viele Fertigfutter nicht gesund sind, muss man erst verstehen, wie das Verdauungssystem funktioniert und welche natürliche Nahrung der Hund, der zu 97 % immer noch ein Wolf ist, zu sich nimmt.

 - wir ernähren uns nur halb so gesund, wie wir unsere Hunde ernähren - aber wir arbeiten daran, auch bei unserer Ernährung spielen immer mehr Dinge eine Rolle, die wir vorher vernachlässigt haben -

 

 

 

 

 

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Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
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