Rohfütterung vs. BARF

Falsch, falscher, Pseudo-BARF – wie man es nicht machen sollte….

  

BARF ist eigentlich einfach. BARF ist keine Religion. BARF ist keine Wissenschaft. BARF ist nicht der heilige Gral der Hundefütterung.

Wenn wir barfen dann richtig. Immer wieder bekommen ich zu hören, der hat mir das gesagt, ich soll diese Zusätze nehmen, diese und jene Prozentwerte usw. Mein ernähreungsberater aht dies gesagt, mein Tierärzt das. Meine Züchterin noch etwas anderes usw. sogar Seminare geben die unterschiedlichsten Tipps, Regeln. Haarstäubende Futterpläne kursieren von Ernährungsberatern, THP oder Tierärzten, die meist sehr wenig mit den Barf Rationen zu tun haben die unsere Hunde benötigen.

Es ist ganz einfach, wir orientieren uns am Beutetier

 
Die häufigsten Fehler in (Pseudo-)BARF-Rationen.

  • Unpassender Pflanzenanteil
    • Entweder, es werden viel zu hohe Anteile an pflanzlichen Komponenten eingesetzt oder gar keine..
      • Ein gewisser Pflanzenanteil in der Nahrung ist sinnvoll und wichtig, aber mehr als 20, maximal 30 % wenn mit Getreide gefüttert wird, sollten es nicht sein.
      • das völlige Weglassen von Ballaststofflieferanten, ist häufig zu finden.
      • Beides, zu hoher oder das Weglassen haben mit barf nichts zu tun. ein Futterplan der so aufgebautr ist hat nichts mit BARF zu tun.

 

Fehlende tierische Komponenten / falscher Aufbau

  •   Entweder fehlen wichtige Bestandteile wie richtiges Muskelfleisch (Pansen und Bindegewebe sind kein Muskelfleisch!), Innereien oder RFK (rohe, fleischige Knochen) komplett
  • oder sind in einer Höhe im Plan integriert, die ebenfalls nicht den Verhältnissen im Beutetier entspricht.
 

Ungeeignete Energieträger

Es ist wichtig, zu wissen, welche Fette und Öle man zu welchem Zweck einsetzt.

  • Eigentlich ist es ganz simpel:
    • Tierische Fette (Rindertalg, Lammfett etc.) zur Energieversorgung,
    • Omega-3-überschüssiges (z. B. Leinöl) oder besser DHA / EPA-haltiges Öl (z. B. Fischöl) in geringen Mengen zum Fettsäurenausgleich, sofern überhaupt notwendig.

Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Sonnenblumenöl etc. sollten nicht zur Energieversorgung eingesetzt werden. Weizenkeimöl eignet sich weder zum Fettsäurenausgleich, noch als sinnvoller Vitamin-E-Lieferant in diesem Zusammenahng. Kokosöl ist beim gesunden Hund keine dauerhaft geeignete, alleinige Fettquelle.


Unnötige Zusätze

  •  abstruse Bedarfswerte zu erfüllen, die auf gebarfte Hunde nicht zutreffen
  •  aus wirtschaftlichen Motiven des Verkäufers, ist unerheblich.

  Bei BARF für einen gesunden Hund benötigt man 1-3 einzelne Zusätze – je nachdem, was der Hund nun genau zu fressen bekommt und wie er gehalten wird.

Sicherlich, es gibt Fälle, in denen ist es notwendig wird, einzelne Nährstoffe zu supplementieren, z. B. wenn der Hund keine Knochen fressen darf oder die Aufnahme von Innereien gänzlich ablehnt. Auch sind Nahrungsergänzungsmittel im Krankheitsfall durchaus sinnvoll. Aber einen normalen, vollständigen BARF-Plan für ein gesundes Tier mit Zink- oder Calciumsupplementen zu ergänzen, ist nicht notwendig.

Hinzu kommen die wissenschaftlichen Bedarfswerte, die man durch die Pläne erfüllen möchte. Nur dazu sollte man sich mit den Bedarfswerte auseinander sezten, einfach nach einer Tabelle - so gehts nicht.

 

Ich werde versuchen die einen oder anderen Dinge weiter zu erläutern. Es gibt aber auch dazu ein hervorragendes Buch

Das BARF-Buch von Nadine Wolf

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Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
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