Cystin

Was genau ist diese Cystinurie.
Es handelt sich dabei um eine Stoffwechselerkrankung vor allem der Niere. Cystin ist eine so genannte Aminosäure.

  • Aminosäuren sind Bausteine der Eiweiße (Proteine)
  • Cystinurie bedeutet, dass Cystin über den Harn ausgeschieden wird.
  • Normalerweise werden Cystin und einige andere Aminosäuren (Arginin, Lysin und Ornithin) in der Niere nicht mit dem Harn ausgeschieden.

Sie werden stattdessen nach Filtration über die Nierenkanälchen wieder ins Blut aufgenommen.Wenn dieses Transportsystem nicht funktioniert, wird Cystin nicht mehr Rückaufgenommen, sondern in großen Mengen über den Harn ausgeschieden.

Leider ist Cystin Wasserunlöslich. Das bedeutet, dass Cystin im Harn auskristallisiert und sich Grieß, sowie kleine bis große Steine bilden (besonders wenn der Harn sauer ist) das geschieht in den Nieren, Blase und Harnröhre. Dadurch entstehen  Entzündungen. 

Rüden sind wesentlich stärker betroffen als Hündinnen, da sie eine sehr enge und lange Harnröhre haben.

  • Rüden besitzen als anatomische Auffälligkeit im Tierreich einen Penisknochen, und genau an diesem Knochen bleiben leicht Steine " hängen" und blockieren die Harnröhre, was bis zum Nierenversagen führen kann, wird es nicht schnell genug entdeckt - deswegen treten auch nur bei Rüden Erkrankungen klinisch zu Tage,
  • Hündinnen mit elastischem, kürzeren Harnsweg pinkeln Konkremente, also Vorstufen von Steinen problemlos raus.

Eine vermehrte Cystin-Ausscheidung, die zu einer Steinbildung führen kann, ist praktisch immer Folge einer angeborenen Stoffwechselstörung. Cystinsteine bilden sich bevorzugt im schwach sauren Milieu, besonders nach erhöhter Proteinzufuhr. Sie sind meist von heller Farbe. Im Harnsediment sind charakteristische sechseckige Kristalle sichtbar.               

Cystin
Warum wird der Urin der Irish Terrier einiger Züchter im Rahmen der Vor- und Nachsorge untersucht?

  • Bei der Cystinurie  handelt sich um eine vererbare Veranlagung. Unerkannte kranke Trägertiere geben JEDEM Nachkommen 1 Anlage für Cystinurie mit, und verbreiten auf die Weise das Gen stark in der (kleinen) Gesamtpopulation
  • Die Entwicklung wirkungsvoller medizinischer Behandlungsschemata zur Auflösung und Vorbeugung von Harnsteinen bei Hunden führte zum Interesse an Erkrankungen und Interpretation von Kristallurie.
  • Hinzu kam, das vermehrt Irish Terrier erkrankt sind.
  • Cystinurie kommt bei vielen Hunderassen  (z.B. Mastif, Neufundländer, Irish Terrier u.v.m.) und Mischlingen vor.
  • Ein Verdacht auf eine Erkrankung ist gegeben, wenn bei jungen Rüden chronische Probleme mit dem Harnsystem auftauchen (Schwierigkeiten Harn zu lassen, Blut im Harn etc.)

Eine Auswertung der Harnkristalle kann dabei helfen:

  • Erkrankungen zu erkennen, die Tiere für Harnkonkremente prädisponieren
  • die Mineralzusammensetzung der Harnkonkremente abzuschätzen und
  • den Erfolg der medizinischen Behandlung auszuwerten, die zur Auflösung oder Vorbeugung von Harnkonkrementen eingeleitet wurde.
  • Kristalle bilden sich nur in Urin, der gegenwärtig oder in letzter Zeit mit kristallogenen Substanzen übersättigt ist bzw. war. Daher stellt die Kristallurgie einen Risikofaktor für Urolithiasis dar.
  • Jedoch ist die Entdeckung von Harnkristallen weder mit Harnsteinen gleichzusetzen noch mit ihnen einhergehenden Symptomen.
  • Auch sind Harnkristalle kein unbedingter Beweis für eine Neigung zur Steinbildung.
  • Es bilden nicht alle Tiere mit Cystinurie Cystinharnsteine.

 

Warum haben sich  nun einige  wenige Züchter untereinander verpflichtet, den Urin ihre Hunde auf Cystin testen zu lassen.

  • Es wird eine quantitative Cystinbestimmung durchgeführt.
  • Der Tierarzt schickt den Urin an das Vet-Med-Labor. (Original-Laborbericht, liegt als Anhang vor)
  • Nur durch die Kontrolle der  kompletten Nachzucht können Träger-Tiere identifiziert werden.
  • Die festgestellten Werte werden auf der Website www.irishterrierfreunde.de veröffentlicht, so dass jeder Interessierte sich selbst ein Bild machen kann, hinsichtlich der Vererbung bzw. der Belastung der Elterniere. 
  • Durch diesen Test  ist es nur möglich, festzustellen, ob ihre Elterntiere als Träger in Frage kommen, oder nicht. (Vererbung autosomal rezessiv)
  • Das heißt Hunde auch mit normalen Werten können Träger sein.

 

Kann man ohne Urintest erkennen, ob ein Tier an Cystinurie erkrankt ist ?

Ja,

  • Ein Verdacht ist gegeben wenn bei jungen Rüden chronische Probleme in Harnsystem auftauchen, wie Schwierigkeiten, Harn zu lassen oder Blut im Urin etc.
  • Ebenso können durch Röntgenuntersuchungen Steine angezeigt werden. Sie erscheinen als Schatten (schwach darstellbar).
  • Die Röntgenuntersuchung dient  zum Nachweis eines bereits bestehenden Stein-Verdacht.
  • Sowie bei Ablaufstörungen (Kontrastmittel erforderlich). Sonographie kann diese Untersuchungen vervollständigen.

  Was bedeutet erbkranke Tiere

  • Die Cystinurie ist auf ein autosomales - rezessiv (verdeckterbiges) Gen zurückzuführen.
  • Das heißt, es wird vererbt auf dem Autosomen und es sind zwei Gene notwendig, einer von jedem Elternteil.
  • Jeder Elternteil von einem Cystonosenwelpen trägt ein defektes Gen und ein normales. Unerkannte kranke Trägertiere geben JEDEM Nachkommen 1 Anlage für Cystinurie mit, und verbreiten auf die Weise das Gen stark in der ( kleinen) Gesamtpopulation
  • Die Eltern haben niemals irgendwelche Anzeichen der Krankheit.
  • Dieses autosomal-rezessive Gen kann einige Aminosäuren nicht aufnehmen und auch nicht wieder ausscheiden.
  • Die rezessiven Tiere (Träger) zeigen keine Krankheitszeichen.
  • Es ist äußerlich nicht zu erkennen.

 Kann man diese Krankheit bekämpfen

  • Bei den Neufundländern gibt es inzwischen eine Möglichkeit, die rezessive Form zu erfassen. Das bedeutet, die Träger können mit einer völlig neuen molekularbiologischen Methode (DNA-Test) gefunden werden. Dieses Glück hat man selten, denn dadurch kann es bei den Neufundländern gelingen, die genetisch bedingte, Erbkrankheit zu eliminieren.
  • Selbstverständlich sind dadurch  (DNA) die kranken Tiere (unabhängig davon, ob die Entwicklung schon voll ausgebrochen ist oder nicht) ebenfalls leicht zu diagnostizieren.
  • Leider ist dies bei Irish Terrier noch nicht möglich, weil es dafür notwendig ist, die Mutationen der entsprechenden Gene festzustellen. Dies ist noch nicht geschehen. Es würde reichen, Blutproben von gesunden und kranken Linien ins entsprechende Labor zur Untersuchung abzugeben. Siehe dazu die Schreiben aus dem Forum der Seite "www.irishterrierfreunde.de" (Anfrage und Antwort).
  • Was muss man in der Zucht beachten um eine weitere Verbreitung der Erkrankung zu verhindern
  • Alle Züchter müssen damit einverstanden sein, ihre Zuchttiere und alle Nachzuchten überprüfen zu lassen, ohne Ausnahme und die Ergebnisse zu veröffentlichen.
  • Durch semiquantitative Tests, Untersuchung der Urinprobe, um wenigstens cystinurische Hunde (also reinerbige) zu ermitteln.

Damit bleibt dem verantwortlichen Züchter die Möglichkeit, die Tiere aus der Zucht zunehmen, da sie ja an jeden Nachkommen, je 1 Gen für Cystinurie vererben und damit das Vorkommen der Veranlagung in der Rasse frequenzmäßig zu erhöhen.

Als nächstes sollte man  Blutproben von cystinurischen Tieren (ähnlich wie bei den Neufundländern) in den USA untersuchen zulassen. Damit könnte dann ein DNA-Test entwickelt werden. Somit könnten auch bei unserer Rasse über die DNA die  reinerbigen und rezessiven Träger ermittelt werden. (Im Jahr 1999 ist bereits eine Chance dazu vertan worden, tun wir nun alles dafür, um so schnell wie möglich diese Erkrankungen zu verhindern.


Es gibt zur Zeit eine freiwillige Aktion einiger Züchter im In- und Ausland, unter der Trägerschaft des Förderverein Irish Terrier, Blut- und Urinproben zu sammeln und in die USA zu senden. Es sind > 80 Proben eingeschickt worden. Wir sind daran mit unseren Hunde beteiligt. Leider fehlen immer noch einige, es müssen mind 100 Proben sein.   

        Dazu gehört natürlich dass mit Träger-Tieren (Träger*Träger) nicht weitergezüchtet werden sollte.

Da, dies aufgrund unserer geringen Population,  leider auch zu anderen genetisch bedingten Problemen kommen könnte, sollte man wenigstens nicht zwei Träger (Träger *frei) miteinander verpaaren.

Gentest für Irish Terrier ?

  • Leider ist zurzeit kein Gen-Test für die Anlage von Cystinurie beim Irish Terrier möglich. Bei unserer Rasse wurde bisher die Mutation, welche die Cystinurie auslöst nicht beschrieben. Aus diesem Grund kann kein Gentest durchgeführt werden. (siehe Forumschreiben und Antwort)

Was passiert, wenn man nun über den Urintest festgestellt hat, das in der Nachzucht erhöhte Werte vorkommen ?

  • Welche Werte müssen wie behandelt werden  ?
  • Ein Wert kleiner als 179nmol Cystin ist als normal anzusehen.
  • Ein Wert zwischen 180 und 350nmol, zeugt von einer futterbedingten Erhöhung der Werte. Hier sollte auf methioninfreies Futter gewechselt werden. (siehe Tabelle der Futtersorten)
  • Bei einem Wert von 350-600nmol, sollte man methioninfreies Futter,  und etwa einen Monat lang füttern und dann die Werte noch einmal überprüfen zu lassen. Dies ist noch keine Diätfütterung. Wenn der Spiegel erhöht bleibt, muss das Futter ganz neu zusammengestellt (Tierarzt) werden.
  • Bei Werten oberhalb vom 600nmol, sollte auf Diätfutter (Tierarzt) umgestellt werden, lebenslang.
  • Es kann selbst ein Tier mit hohen Cystinwerten, von über 1000 niemals Steine bilden, also klinisch unauffällig sein.
  • Methionin,  damit ist die künstliche Erhöhung von Methionin in den Fertig-Alleinfutter  gemeint.
    • Ist der die künstliche Methioninerhöhung auch für gesunde Hunde schädlich ?
    • Nein!
    • Methionin ist  nicht krankmachend für einen gesunden Organismus
    • NUR für einen Hund, der an Cystinurie leidet, ist es bedeutungsvoll.
    • Diesen Hund sollte man so arm an Protein füttern wie irgend möglich, und natürlich auch Methioninarm (Futtersorten ohne künstliche Erhöhung des Methionin).

 

Was sollte bei einem Hund mit Werten > 350nmol beachtet werden ( mglw. futterbedingte Werterhöhung) 

  • Futterumstellung, keine Diät -
  • Futter das  zusätzliches Methionin (kein Diätfutter) enthält muss gewechselt werden,
  • Dem Futter, insbesondere dem Trockenfutter wird in letzter Zeit häufig Methionin zugeführt, welches zu erhöhten Cystin-Werten führt. Als bekannte Marken gilt dafür z.Zt. EUKANUBA. Methionin ist im Fleischanteil enthalten, wird aber von einigen Firmen noch extra hinzugefügt. Diese Produkte mit der künstlichen Anreicherung sollten vermieden werden. Dieses unnatürlich „Zuviel“ an Methionin (eine natürliche Aminosäure wie auch Cystin) verfälscht den Cystinwert etwas und man erhält keinen „Normalwert“
  • In Dosenfutter ist meist kein Methionin angereichert, also kann dies als Testfutter verwendet werden
  • der betroffene Hund sollte viel trinken, das unterstützt das Herausspülen des Cystin, so dass es nicht zur Kristallbildung kommt.
  • Der betroffene Hund sollte viel Gemüse und ballaststoffreiche Ernährung bekommen.
  • Trockenfutter sollte immer gut angefeuchtet sein (im Hinblick darauf dass, viel Wasser den Harntrakt durchläuft).
  • Quark und Jogurt enthalten wenig Methionin.
  • Erhöhung der physischen Aktivitäten.
  • Regelmäßiger Harnabsatz
  • Regulierung des Körpergewichtes
  • Trotz allem sollte der Hund aber nicht ausschließlich vegetarisch ernährt werden
  • Urinkontrolle durch den Tierarzt und Labor. Wenn die Werte dann gesenkt sind, ist soweit alles in Ordnung. Es sollte aber weiterhin darauf geachtet werden, Methioninarmes Futter zu benutzen.

Falls es trotz Futterumstellung  zu keiner Absenkung der Werte kommt, muss das Futter ganz neu zusammengestellt werden, um zu erreichen das der Harn alkalisch wird (dies kann z.B. mit Natriumbicabonat erreicht werden, sollte aber nur dann erfolgen, wenn es unbedingt notwendig ist. Es ist kein Mittel zur Vorsorge.

        Nach einer gewissen Zeit sollte der Hund wieder über eine erneute Urinprobe überprüft werden.

 

Was sollte bei einem Hund  mit Werten  > 800nmol beachtet  werden?

  • hier handelt es sich nun um eine echte Diät, der auch von Fall zu Fall Medikamente hinzugefügt werden
  • Ein erkrankter Hund muss proteinarm gefüttert werden. Eine Diät z.B. mit Hills U/d  und anderen vom Tierarzt empfohlenen Diätnahrungsmitteln.
  • Das allein reicht nicht aus, es müssen neben regelmäßigen Kontrollen Medikamente gegeben werden, die den ph-Wert im Urin verändern. Leider wird durch die Gabe dieser Medikamente eine erhöhte Anfälligkeit von Infektionen erfolgen können.
  • Es wird angeraten die tägliche Trinkmenge zu erhöhen, dadurch verdünnt sich der Gehalt an Cystin im Urin.
  • Eine Alkalisierung des Urins mit Natriumbikarbonat oder Acetazolamid kann versucht werden. Dies ist nur über Medikamente möglich, da Cystin im sauren Milieu Kristalle bildet.
  • Der Urin muss basisch gemacht werden, damit sich das Cystin gut löst. Dies führt aber leider zu einer erhöhten Gefahr dass dadurch Bakterien im Urin besser gedeihen.
  • Durch die Anwendung von Medikamenten kann es geschehen, das die Anfälligkeit für Infektionen erhöht wird ( z.B. Blasenerkrankungen)

Ein Hund mit stark erhöhten Werten über 1000nmol muss

  • mit speziellem Diätfutter (vom Tierarzt, direkt auf die Bedürfnisse des Tieres zusammengestelltes Diätfutter) gefüttert werden,  normales Diätfutter allein reicht dann nicht aus.
  • Es kann selbst ein Tier mit  sehr hohen Cystinwerten von über 1000 nmol niemals Steine bilden, also klinisch unauffällig sein.

 

Medikamente die zur Anwendung, in Absprache mit dem behandelnden Arzt kommen

  • Medikamente zur Verbesserung der Cystinlöslichkeit:
  • Harnalkalisierung ( ph>7,5) NaHCO3( 1g/pro 5kg/pro Tag)
  • K-Na-Zitrat Gemisch (infektfrei)
  • Reduktion der Cystinkonzentration (alternativ)
  • A-Mercaptopropionylglycin (20 bis max. 40 mg/kg/Tag)
  • Vitamin C (zweimal 800 mg/Tag, pro 5 kg 500 mg zusätzlich)
  • D-Penicillamin (15 bis 30 mg/kg/Tag)
  • Nebenwirkungen beachten !!

 

In welchem Alter erkranken die Tiere normalerweise ?

  • Krankheitserscheinungen treten schon im Alter von wenigen Monaten auf. Im Harn von homozygoten Tieren können Harnkristalle nachgewiesen werden. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, ist Behandlung mit einer speziellen Diät gut möglich.
  • Die meisten Erkrankungen werden zwischen 2-6 Jahren manifestiert, in der Regel als Notfall wegen akutem Harnwegsverschluß

 

Welche Erfahrungswerte liegen zur Zeit vor?

  • Aufgrund der freiwilligen Selbstkontrolle einiger Züchter, ist es gelungen, einige Richtwerte zu erhalten, die aber aufgrund der geringen Anzahl der untersuchten Hunde, auch nur Richtwerte sein können. Diese gewonnen Informationen müssen dann unter Berücksichtigung der Populationsgenetik und des autosomalen rezessiven Erbgang ausgewertet werden.
  • Es gibt zur Zeit keine anderen verlässlichen Werte, da nur wenige Züchter ihre Hunde untersuchen lassen.
  • Leider ist noch nicht sichergestellt, das auch Werte über 179 nmol/mg veröffentlicht werden. Aber nur so hat die freiwillige Untersuchung einen Wert. Gerade über die höheren Werte gewinnen wir (Züchter)  Erkenntnisse darüber, welche Elterntiere vererben wie ( wer ist Träger)?
  • Sobald auch nur ein Tier mit einem erhöhten Wert in der Nachzucht auftaucht, weiß man, das beide Elterntiere das Gen vererben
  • Dies sollte dann für den verantwortungsvollen Züchter, Grund genug sein, sicherzustellen, das er nicht mit Erbträgern weitergezüchtet.
  • Die Mindestanforderung ist, dass sichergestellt wird, das max. 1 Elternteil Träger ist der andere Elternteil muss erbfrei sein !!
  •  

Wie hoch waren die bisher festgestellten Werte bereits erkrankter Irish Terrier

  • Die Werte bei Irish Terriern die Steine bekommen haben lagen mal bei 800 nmol oder bei Werten über 1000 nmol. Es gab sogar welche, die erst Steine bekommen haben mit Werten um 1600 nmol.
  • Diese hohen Werte ändern aber nicht daran, dass es sich die Züchtergruppe zum Ziel gesetzt hat, alle Irish Terrier aus ihrer Zucht (auch Deckrüden) vor einem Zuchteinsatz auf Cystin zu überprüfen.

 Konsequenz aus der freiwilligen Urin-Untersuchung !

  • Es soll verhindert werden, das Irish Terrier mit erhöhten Werten in die Zucht gehen.
  • nur durch die Kontrolle der Nachzucht können Träger identifiziert werden. Ein erkrankter Hund kann nur Träger oder erkrankte Hunde „produzieren“
  • Leider ist es so, dass kein Mensch der, zur Zeit an seinem Hund Cystinurie entdeckt, schuld ist.

Es liegt aber an uns - Züchtern-  alles dafür zu tun, das sich die bereits aufgetretenen Fälle nicht vermehren und das er - der Züchter - nur mit Hunden züchtet, die keine Träger sind, bzw. zumindest niemals mit Elterntieren züchtet, von denen er weiß das sie beide Träger sind.

Leider wird es wohl aufgrund der geringen Population unsere Rasse (ca. 250 Welpen pro Jahr) nicht möglich sein, nur mit Trägerfreien Irish Terriern zu züchten.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer die Entscheidung fällt, wenn  in seiner Nachzucht auf einmal, trotz aller züchterischen Vorausschau, Cystin-Werte von >500nmol/mg auftauchen. Und dies obwohl beide Elterntiere Cystin-Werte weit unterhalb der Grenze von 179nmol/mg aufweisen.

Dies ist/war in unserem B-Wurf der Fall. Dadurch weiß ich nun, das meine Zuchthündin Träger ist.  Sie vererbt die 50 %.

Ein Wurf mit der Elternkombination kommt zumindest nie mehr in Frage.

  • ob - und da bin ich ganz ehrlich -  die Hündin aus der Zucht genommen wird, weil sie Träger ist, kann ich noch nicht  abschließend beantworten. Wahrscheinlich nicht.
  • Aber ich weiß nun zumindest, das ich sehr großen Wert darauf legen muß, das der Deckrüde - trägerfrei - ist. (siehe A-Wurf)
  • in den Würfen D und F sind die Werte alle weit unterhalb der Grenze

Nur woher bekomme ich die Gewissheit ?

ohne einheitliche Untersuchung/Nachzuchtkontrolle und ehrlicher Veröffentlichung der entsprechenden Züchter.

Fazit:
Meiner Meinung nach, können wir es uns als verantwortungsvolle Züchter nicht mehr leisten, mit Tieren zu züchten, von denen keine aussagefähige und einheitliche DNA-Analyse vorliegt.

Es ist unsere Pflicht, über die Züchterversammlung, darauf hinzuarbeiten, das ALLE zur Zeit bekannten Hinweise, auf möglicherweise vorhandene Erbkrankheiten, genauestens nachgegangen wird.

Noch !! sind wir Züchter einer der gesündesten Hunderasse. Tun wir auch in Zukunft alles dafür, ohne Konkurrenzdenken und -Verhalten, das es so bleibt.

Es liegt in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, das die nachfolgenden Züchter - auch noch Stolz darauf sein können, eine der erbgesündesten Rassen die es gibt, zu züchten.
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
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