In eigener Sache: Ich bedanke mich ganz ganz herzlich für die vielen begeisterten und zustimmenden Mails, die wir für unseren Reisebericht erhalten haben und bestimmt noch bekommen werden . Das Gästebuch ist heute mal wieder gesäubert worden, also wer mag - nur zu.

 

Da wir hier unseren Urlaub unter dem Motto "Bekanntes und Unbekanntes entdecken" geplant und auch ausgeführt haben, gehts heute weiter mit diesem Bericht.

Das Vogtland bietet abwechslungsreiche Landschaften zwischen mächtigen Burgen, prunkvollen Schlössern und klassischen Kurorten (naja - eine etwas andere Vorstellungen von Kurorten hatten wir schon, bevor wir uns welche angeschaut haben).

Hinzu kommt das das Gebiet welches wir uns ausgesucht haben drei Bundesländer miteinander verbindet, den südlichsten Zipfel Sachsen-Anhalts, den Osten von Thüringen und den Westen von Sachsen.

Und das schauen sich die  "Sechs Haseländer" nun an.

Man sieht hier mehr Burgen, Ruinen und Schlösser als an Rhein und Mosel. Auffallend ist, das viele, sehr viele wunderbar erhalten sind. Aber im Gegensatz zu Rhein und Mosel, sind es beschauliche Touristenpunkte. Man trifft keine Reisebusse von Japanern oder Ähnliches. Meist sind nur eine Handvoll Leute dort. Was auch an der Vorsaison liegt, aber selbst in der höchsten Hauptsaison wird man hier noch ganz allein für sich die Dinge anschauen und geniessen  können.

Und was ebenfalls auffällt, egal wo wir hin kommen, Goethe, Schiller, Bach waren immer vor uns da.

Im Anschluß an unseren Aufenthalt an dem Stausse sind wir einfach an Gera vorbei gefahren, es war ja noch früh am Tage und haben uns treiben lassen bis Altenburg.

 

Altenburg - die Stadt der Trümpfe -

Das Wahrzeichen von Altenburg ist wohl dieser Brunnen, der weltweit einzigartig ist, der Skatbrunnen.

Er macht deutlich, dass die Stadt Altenburg alle Trümpfe in der Hand hält. Schließlich stand hier die Wiege für jenes Spiel mit 32 Karten, das so manche Spielleidenschaft entfachte und zwischen 1813 und 1818 als "Scat", später dann als "Skat".

Einige spielfreudige Altenburger, darunter auch der Verleger Brockhaus, entwickelten aus verschiedenen Kartenspielen den "Scat". (Was man nicht so alles lernt)

Komisch - mich erinnert dies an meine Kindheit. Mein Vater war viele viele Jahre lang Leiter des Glückspieldezernates  der Kripo in Dortmund. Was dazu führte, das wir Kinder viele verschiedene Kartenspiele lernten, mein Vater sogar ein Buch darüber schrieb. Und wir manchmal unter seiner Sammelleidschaft für Kartenspiele etwas litten oder schmunzelten oder mitspielten.

Auch in Österreich, Italien, Schweiz oder in Namibia lies er sich die alten Spiele zeigen. Mir war daher der Begriff "Altenburg" bekannt. Aber das kam erst wieder hoch als ich hier war.

 In Nauders am Reschenpass hat mein Vater selbst die alten Südtiroler in die Tasche gesteckt, er durfte Sonntags sogar am Stammtisch mitspielen. Ich, als kleines Mädchen schaute sehr oft zu - allein das laute Reden, das auf den Tisch hauen war es wert dort zu sitzen. Außerdem kam ich mir dann immer sehr erwachsen vor - ich gehörte dazu.

Und auch in Glüsingen/Amelinghausen in der Lüneburger Heide, wo meine Eltern jahrelang ein Wochenendhaus besaßen, saß er am Stammtisch und dreschte die Karten.

 Wir marschierten also durch die Stadt, jeder von uns zwei Irish an der Leine. Wir fielen wie immer auf.

 ob vor einer Kirche - die Irish waren immer dabei - in die Kirche sind wir dann aber allein gegangen.

Treppe rauf und runter - nicht immer fanden die Hunde es super toll.

Aber wir

 Pause auf der Treppe vor der wunderschönen Kirche

 und hier unsere Kulturbanausen

 man sollte eigentlich nicht fotografieren - aber heimlich ohne Blitz, diese Fenster mussten einfach festgehalten werden

 

 Dieser Platz war der einzige Platz, der in Altenburg so in etwa aussah wie eine Fußgängerzone. Und diesen Platz musste man aber erst einmal finden.

Wir kamen uns bei unserem Rundgang durch Altenburg vor, als wenn wir "hinter der Kirmes" hergingen, also von allem immer nur die Rückseite sehen.

Was wohl hauptsächlich damit zu tun hat, das diese Stadt am absolutem Ende von Sachsen liegt. wo sind die Gelder geblieben, die man ganz bestimmt für den Wiederaufbau zur Verfügung gestellt hat, was wurde damit errichtet?

Wir haben auch das gesehen; völlig unnötige Bauten, die die Leute aus der Stadt heraus ziehen, statt sie zu halten. Tiefgaragen die verfallen weil sie keiner annimmt, und ...

Also hier ist noch viel Platz für Verwirklichungen von Stadt/Raumplanungen, die die Stadt als Gesamtes sehen, die Besonderheiten heraussstellen und nicht abreißen.

Hinzu kommt eine unheimlich hohe Arbeitslosigkeit, wie wir hörten, alles zieht weg. Und ob die 1 Euro Häuser dann noch mit dem Denkmalschutz ihre Probleme bekommen ? 

Wir verlegen unsere Gedanken nun in die Eisdiele, auf diesem schönem Platz

 

Es gibt für jeden!!! ein Eis.

Helmut und ich bekommen schöne grosse Becher mit viel Firlefanz

und die Vier Irish jeweils ein Becher mit einer Kugel Vanilleeis; Die Blicke der Leute hätte man festhalten sollen.

Was ihre Hunde bekommen auch ein Eis, was ist das für eine Rasse, alles Geschwister, wir haben auch einen Terrier, die sieht man aber selten....

 

 Unsere Vier haben sich davon aber nicht stören oder sonst wie ablenken lassen. Wie man sieht hat jeder so seine Technik, alles, aber auch wirklich alles aus dem Becher heraus zu bekommen

 so sah unser Eis aus - wir waren ja schließlich auch da und man gönnt sich ja sonst nichts

hier ist Sari noch beschäftigt während wir mit einer sehr netten Dame aus dem Stadrat in Kontakt kamen, die uns so das eine oder andere über die Sanierungen oder besser die die Nicht-Sanierungen zu berichten hatte.

Und hier kann man sehen, das diese Stadt noch sehr entwicklungsfähig ist.

 Man bekommt Stadthäuser zum Preis von 1 Euro

wir fanden auch interessante Schaufenster Dekorationen

schöne kleine Winkel

 pompöse Namen an den Häusern

Aufgrund eines Tipps vom Nachbartisch in der Eisdiele, die unsere doch auch erstaunten Kommentare über den Erhalt der Häuser etwas aufpolieren wollten, fanden wir diese kleine Siedlung. ich würde sofort dort einziehen

 ein Blick in die Innenhöfe

 rund um einen kleinen Platz diese wunderschöne  runde Siedlung, die wie wir vermuten, komplett restauriert wurde.

 durch eine winzige Gasse verlassen wir den schönen Platz

 so sieht es dann außerhalb der restaurierten Gebiete aus.

Romantik - eine kleine rote Rose an einem verfallenem Haus.

Auch da kommen sofort Erinnerungen hoch.

Jahreswechsel 1990/1991, als Beraterin war ich zum ersten Mal in den heutigen "Neuen Bundesländern". Für mich eine komplett andere Welt. Natürlich sahen auch Dresden, Leipzig, Jena und Weimar lange nicht so aus, wie heute.

Ich war oft und lange im Bereich Dresden/Pirna. Und es war oft zu umständlich am Wochenende nach Hause zu fahren (mein Sohn war zu der Zeit im Internat). So erkundete ich bereits damals die Gegend. Was mich auch nach Meißen verschlug.

Und genau dort gab es auch so eine kleine Pflanze, eine rote Geranie in einem Topf.

Rundherum alles verfallen, das war für mich ein Grund zum Innehalten.

Was hat Rothenburg ob der Tauber, was Meißen nicht hat. Nein Meißen hat es besser, viel besser, viel ursprünglicher und ohne Käthe Weihrauch mit dem Weihnachtstrubel.

Die Stadt Meißen hat mich nicht mehr losgelassen. Später war ich mit meinem Sohn dort.

 Vorne Hui hinten Pfui

Laut der Dame in der Eisdiele verfolgt der Bürgermeister von Altenburg eher dem Plan "Alles abreissen und neu machen"

Das hat man nach dem Krieg in Dortmund auch gemacht - und nun reißen sie alle ihre Schandtaten wieder ab, die in den 1950er Jahren schnell hochgezogen wurden. Hoffentlich macht man hier nicht so viele, gleiche Fehler. Der Charakter der Stadt wäre dahin.

 

Der Schloß/Burgturm von Altenburg

 auch hier haben die Restauratoren viel Platz zum Austoben

 wie gesagt einer von den "Großen Dreien" war immer schon vor uns da.

 ja - hier kann man sich noch austoben

 

Wer weiß wo es uns morgen hin verschlägt - oder besser wir wissen es !

Torin hat uns eingeladen in seinen Garten wer mag kann auch dort nachvollziehen wir unsere Treffen verlaufen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126