Das unterirdische Zeitz

eine Reise durch die Geheimnisse der Zeitzer "Unterwelt" vom Mittelalter zur Gegenwart.

Es war eine regnerischer Tag, für das Strandbad zu langweilig, also sind wir kurzentschlossen noch nach Zeitz gefahren. Diese kleine Stadt war ca. 35 km von uns entfernt. Also man konnte eben mal hin, ohne grossen Aufwand.

In der Stadt angekommen, fanden wir wieder ein Stadtbild vor, welches wir bereits gewohnt waren, ein paar Geschäfte, eine recht gut ausgebaute kleine Fußgängerzone und drum herum Häuser die dringend auf eine Sanierung warten.

Wir wollten nicht durch die Stadt, sondern unter die Stadt. Die Hunde waren dabei, sie sind aber für diesen Auflug, obwohl es erlaubt gewesen wäre, im Auto geblieben.

Schnell fanden wir den Eingang. Es gibt keine festen Zeiten für eine Führung, wir sind fast sofort losgegangen. Nur die Hunde wollten wir nicht mitnehmen, sie müssen ja auch nicht überall dabei sein. Mal etwas allein zu unternehmen war ja auch nicht schlecht.

Der Führer war richtig traurig, als wir sagten, "wir bringen die Hunde ins Auto" - er hätte sie lieber mitgenommen.

zum Schutz unserer Kleidung verkleideten wir uns ein wenig. die Führung begann nicht bei der Anmeldung, sondern wir sind überirdisch zum Eingang gegangen. Unterwegs wurde uns bereits so einiges erklärt.

Seit mehr als 1000 Jahre ist Zeitz die Residenz von Bischöfen und Herzögen. Zeitz war ebenfals als bedeutender Industriestadort bekannt. Was man auch außerhalb der Stadt erkennen kann. Dadurch weist Zietz einge baulichen Besonderheiten auf. Darunter auch die ausgedehnte Unterwelt. Am alten Markt ragt die St. Michaelis Kirche hervor, das Rathaus leigt ebenfalls an diesem Platz.

Die Führungen werden von der Interessengemeinschaft "Unterirdischer Zeitz" alleinverantwortlich durchgeführt. Diese Interessegemeinschaft ist auch für den Ausbau und die Erhaltung zuständig.

Das Labyrinth der Unterwelt erstreckt sich über drei Etagen und mehr als 250 Ganganlagen. Viele sind nur 1 meter breit und 2 meter hoch.

 hier gehts nun abwärts

Von der Strasse kann man nicht erkennen, dass hinter dieser Tür der Beginn der Ganganlagen liegt.

 hier ein Lageplan - alle erschlossenen Gänge sind fett gezeichnet.

Die merkwürdigen Tonnengewölbe lassen uns herein

aufmerksam folgen wir den Ausführungen. Nicht nur bei uns erweckten diese Gänge die Neugier. Es waren wohl mindestens 300 Häuser, die über eine eigene "Unterwelt" verfügten. Man hat errechnet das es wohl 9000 Meter Hohlraum insgesamt umfasst.

Von den wahrscheinlich 300 Anlagen sind heute noch 200 vorhanden.

die Temperatur hier unten bewegt sich zwischen 9-12 Grad.

Die rundbogigen Gewölbe bilden gewissenmassen den Eingangssall. Manchnmal schließen sich diese in gleicher Ebene dem Bodennieveau der Vortonnen an.; sehr viel häufiger geht man über eine Treppe in die zweite Etage unter der Erdoberfläche hinab.

Durch ovale Öffnungen in den Stützwänden kan man in dahinterliegende Gangstreben schauen.

andächtig folgen wir den Ausführungen.

Kalzitüberzogene Wände biete bizarre Ausblicke, unterschiedliche Maueröffnungen weisen uns den Weg, teilweise mit Bruchstein ausgemauert, und sogar Pilze kann man hier unten finden.

 für Kinder wird eine Schatzsuche organisiert - wir durften den Schatz schon einmal finden.

Wir konnten auch einen Bombentrichter bewundern, aus dem 2. Weltkrieg. Laut Auskunft ist am 30.11.1944 hier ein Fliegerbombe eingeschlagen. Im Krieg haben hier viele Menschen eine Zuflucht gefunden. Erschreckende Vorstellung, dass man hier in den Gängen saß, und nicht wusste was an der Oberfläche passierte. Nie wissend ob man hier wieder raus kommt.

 

Wir sind wieder an der Oberfläche, die komplette hier sichtbare Straße hat beidseitig diese Gewölbe.Es geht weiter unter dem Marktplatz und in eine andere Strasse. Wir schauen uns nun oberirdisch an, wo wir waren - schon komisch.

Dort wo die Baustelle ist, sind wieder raus gekommen.

 wir sind weitergefahren - Innenstädte haben wir nun genug gesehen.

Eine kleine Burganlage bei Haynsburg

 der mächtige Wehrturm

 und eine gemütliche Gaststube - wie haben Hunger

Wildschweinbraten mit Rotkraut und endlich wieder meiner Klösse,

"MHmmmm"

und das noch zu einem sehr angenehmen Preis

Turmaufstieg

Rauf geht ja noch - aber ich muss wieder runter

Helmut - komm endlich du musst vor gehen - du weist du doch, ich kann das nicht allein

 du muss ich wieder runter, und das mit meiner Höhnenangst

Schei .... Spiel

Das ist der Turm von innen.

 ich habs geschafft, bin wieder unten.

 

So daß wars für diesen Urlaub.

 

Vielen lieben Dank an alle, die mir begeisterte Mails geschrieben haben, die mich angerufen haben, wann es denn weiter geht.

Sie alle waren mir Verpflichtung und Freude. Es hat Spaß gemacht, all die Dinge ins Gedächniss zu bekommen, welche wir gesehen haben. Es gab sehr viel Tolles, manchmal Nachdenkliches und auch mal Unverständniss über die Städteplanungen vor Ort.

Aber Alles in Allem war es ein gelungener Urlaub in Ostdeutschland und wir waren nicht das letzte mal dort.

Spätetens 2013 am 8. und 9. Juni 2013 sind wir wieder da.

Wir planen unsere erste Spezial-Ausstellung in Stendal. Wär schön wenn wir den einen oder anderen dort dann treffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126