Herbstwanderung 2008 – die Alb zeigte sich Rau und neblig

 Mehr als 30 Irish Terrier mit ihren ca 50 Menschen trotzten dem Wetter. 

Es war wie verhext, die ganze Woche davor, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, draußen sitzen und lange Spaziergänge. Ich bin ja mit unsere Julia-Sari, meiner Mutter mit ihrem Cairn bereits 1 Woche vorher angekommen. Tolle Ausflüge bei strahlendem Wetter waren angesagt.

Dann der Samstag, grau, Nebel – Sichtweite ca 15 Meter, und Nieselregen der immer stärker wurde.

Morgens war es bei uns Erpfingen/Sonnenbühl noch recht gut, dann ging’s gegen 13:00 Richtung Genkingen/Sonnenbühl, mit jedem Meter in diese Richtung wurde der Nebel stärker

Am Rossberg angekommen, sah man bald die Hand vor Augen nicht. Klar war man recht gut ausgerüstet dort hingefahren, dicke Schuhe, wasserdichte Sachen. Aber der Regen ging durch.

 Es war wie ein Test „Stimmt es das Irish Terrier keinen Regen mögen“ – Hier lautet die Antwort „Eindeutig nein! Wir Irish mögen Regen, wenn viele, viele, viele andere Irish sich treffen. Da kann uns so ein bisschen Regen gar nicht stören. Wir mögen ihn nur nicht, wenn es nur mal kurz vor die Tür gehen soll, Gassigang – da kann ein Irish doch auch mal ruhig anhalten oder.

Was gab es da nicht alles zu sehen, für einen Irish, tolle Mädels, junge eifrig bemühte Rüden, die allen Hündinnen den Hof machten. Hier sah man einen Bruder, dort seine Schwester, dann den Cousin, den man lange nicht getroffen hat. Oder auch die Mutter war da, was für eine Freude, ein echte Familientreffen.

 Auch für uns, Bastian mit Doro und ich mit Sari war es ein Familientreffen. Von Doro waren drei Enkel da. Ritchie durfte ich nun das erste Mal in Natura bewundern, ein toller Hund, absolut gutes Gebäude, mein Kopf und ein fantastisches Haarkleid in einem ausgewöhnlichen Rot. Er wurde perfekt getrimmt gezeigt. Wenn man etwas zu mäkeln hätte, dann etwas die Größe, die aber niemanden abschrecken sollte, der Ahnung von der Genetik hat. Es hat sich absolut gelohnt, das seine Leute (Jauch) diesen Rüden zur Zucht zugelassen haben, trotz des langes Weges, der Registereintragung und der doch recht mühsamen ZZL.

Die anderen habe ich ja immer mal wieder gesehen, alle waren in einer tollen Form dort.

Doro gehörte mit ihren nunmehr 9,5 Jahren zu den Senioren, was man ihr aber absolut nicht ansah. Im Alter wurde sie übertroffen von den beiden Hündinnen von Maren, ich glaube 12,5 Jahre und 10 Jahre. Auch diese beiden, topfit, gerade abgetrimmt und immer mittendrin. Ich glaube alle konnten diesem Trio ansehen, wie viel Würde und Ruhe so ein Senior-Irish ausstrahlt und mit welcher Gelassenheit sie sich in so einem Trubel bewegen, souverän, ausgleichen und immer gut drauf.

Es waren aber auch Youngster dabei, aus dem J-Wurf von Maren. Sie tollten die erste Zeit munter mit, sind dann aber etwas eher bereits ins Restaurant gefahren, so lange konnten Welpen -oder wollten die Menschen nicht im Regen draußen sein.

Alle anderen flitzten Hin und Her, Drauf und Drunter, Über- und Untereinander. Ein tolles Bild, trotz oder gerade wegen des Nebels und des Regens. Die kleinen Digi_Kameras bleiben bereits in den Taschen, der Nebel war schlecht aufs Bild zubekommen.

Dafür hat dann Bastian die Rolle des Fotografen übernommen, mit meiner nagelneuen NIKKON :-(((((((:  Sie ist vollkommen nass geworden, aber er hat über 300 Bilder gemacht, die doch einiges von der Wanderung einfangen konnte.

Eine große interessante Vorstellungsrunde folgte, alle Besitzer haben ihren Hund zusammengefasst nach Zwingern vorgestellt. Dies war sehr gut, zeigte es doch mal ähnlich wie in Holland, mal so den Zwinger. Etwas bessere wäre es noch gewesen, die anwesenden Mütter/Väter auch wenn sie aus einem anderen Zwinger waren, mit zu zeigen. Dies fand übrigens auch Doro, die sich ganz schnell von allein zu uns gesellte, als unser Zwinger vorgestellt wurde. Aber man lernt ja immer dazu, wäre eine Idee fürs nächste Jahr.

 Nach ca 1,5 stunden, mit immer stärker werdendem Regen sind wir dann zu den Autos.

Da zeigte sich, wer gut vorgesorgt hatte. Alle hatten Hundehandtücher dabei, die wenigsten Menschen-Handtücher. Alle versorgten ihren Hund und standen weiter im Regen. Also immer schön alles für die Hunde. Ich hatte pitschnasse Schuhe, natürlich keine zum wechseln mit, auch keine Socken, aber für die beiden Hunde, war alles vorhanden. Und ein Handtuch hatten Bastian und ich natürlich auch nicht, also schnell an der Jacke die Haare getrocknet, die Kosmetik mit Hilfe der Kinder gerichtet. Und weiter zu den Spaßvorführungen.

Einige hatten kleine Tricks geübt, mal nach Aufforderung etwas aus einem Korb heraus suchen, immer das richtige natürlich, dann eine Wienerwürstchen apportieren und nicht zu fressen (was auch geklappt hat – angewidert wurde das Würstchen im Maul getragen – so was muss man bei einem IT mal gesehen haben, Doro hätte das Würstchen mit einen Biss vertilgt, weg wäre das Würstchen)

Bastian führte vor, wie gut Doro auf Handzeichen (auf viele, viele Meter) hin reagierte und alles – naja fast alles machte, Sitz bei Regen, sieht doch schon etwas anderes aus. So ein Irish weis ja schließlich wo der nasse Rasen anfängt. Es gab noch mehr zu sehen, aber ich hab`s vergessen.

 Im Restaurant erwartete uns ein gedeckter Tisch, warme Getränke und ein tolles Kuchenbuffet (gestiftet). Schnell wurde es laut im Raum, jeder hatte was zu erzählen, Die Plätze wurde oft getauscht, damit man alle mal sprechen konnte. Die Zeit raste nur so.

Zum Abendessen blieb dann mal wieder der harte Kern, weiter geredet, geredet und dann war der schöne Tag vorbei. Und mein Urlaub auch. Schnell noch Bastian wieder nach Stetten a.k.M gebracht und Sonntag wieder ab nach Merzen.

  Eine tolle Woche fand ihren krönenden Abschluß auf der Alb – meine alte Heimat zeigte sich sprichwörtlich Rau – aber heimelig

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126