1.Diagnose nach den Tests - AHDS

 

In früheren Beschreibungen dieses Krankheitsbildes benutzte man den Begriff „ Akute Gastroenteritis".

Dieser Begriff galt und gilt aber als sehr umstritten, da in histopathologischen Untersuchungen der Darmschleimhaut keine Entzündungsreaktionen nachgewiesen worden konnten. Vielmehr zeigten diese Hunde oberflächliche hämorrhagische Nekrosen der Dünndarmschleimhaut.

 Weiter konnten keine histologisch nachweisbaren Läsionen in Magenschleimhautproben nachgewiesen werden.

Aus diesem Grund nennt man die Erkrankung nun

„Akutes hämorrhagisches Diarrhoesyndrom beim Hund AHDS.

Bei der Diagnose der AHDS handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose.

 

Hat der betroffene, erkrankte Hund in der Vergangenheit mehrfach  im Rahmen der jeweiligen Diagnoseund in den verschiedensten Dosierungen folgende Medikamente bekommen?

Dann könnte (mit hoher Wahrscheinlichkeit) sich es um eine Folgeerkranungen aufgrund der Behandlung  handeln. All diese Medikamente führen zu gastrointestinale Nebenwirkungen im Magen- und Darmtrakt. Also zur Schädigung der Organe.

 

  • NSAIDS Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID) sind Schmerzmittel mit schmerzstillenden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Sie werden zur Behandlung von Schmerzen verschiedener Ursache, bei Fieber, entzündlichen Erkrankungen und zur Blutverdünnung eingesetzt. Die Wirkungen beruhen auf der Hemmung der Cyclooxygenase und der Hemmung der Synthese der Prostaglandine. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Verdauungsbeschwerden. Alle NSAID können selten und bei einer längerfristigen Einnahme schwere Nebenwirkungen verursachen.

  • Kortikosteroiden,, Cortison, Hypoadrenokortizismus, Morbus Addison.
    • Was bedeutet Morbus Addison?  Die Nebennieren sind zwei kleine Organe, die in der Nähe der Nieren liegen. Sie produzieren zwei Substanzen, die absolut lebensnotwendig sind: Glukokortikoide und Mineralokortikoide. Sie werden ins Blut abgegeben und gelangen so in den gesamten Körper. Deshalb werden sie den Hormonen zugeordnet.  Beide Hormone wirken im ganzen Körper auf die Zellfunktion. Anders gesagt, benötigen Zellen überall im Körper Glukokortikoide und Mineralokortikoide, um eine normale Funktion aufrechtzuerhalten. Sie nehmen Schaden, wenn zu viel oder zu wenig des einen oder anderen Hormons vorhanden ist.

  •  Antibiotika, jeder Art von Antibiotika führt zu einer Veränderung im Magen- und Darmtrackt. Es werden auch alle notwendigen und nützlichen Bakteriren im Darm abgetötet.

  

Wenn diese drei Punkte nicht in Frage kommen, also komplett ausgeschlossen werden können. Dann muss leider weiter gesucht werden, wenn man seinem Hund helfen möchte.

 

  • Bei allen betroffenen Hunden  wurde immer wieder ohne ersichtlichen Grund eins oder sogar mehrere der obengenannten Medikamente gegeben, meist ohne das dem Besitzer genau erklärt wurden warum und wieso.

  • Dies hat dazu geführt das zum einem Resistenzen gegen Antibiotika  gebildet wurden. Und was fast noch schlimmer ist die Darm- und Magenschleimhaut immer weiter geschädigt wurde.

  • Diese geschädigte Schleimhaut ist die Ursache dafür dass immer wieder blutiger Durchfall und blutiges Erbrechen vorkommt.

Meist aus heiterem Himmel für uns!!!

 

Für unsere Hunde leider nicht. Das Blut ist eine Folge der vielen Läsionen  (blutigen Verletzungen) der Schleimhäute.

 

Unsere Hunde kämpfen bereits einige Zeit vor dem Erbrechen oder dem Durchfall mit diesem Blut im Magen, der von der Darmschleimhaut aufsteigt in den Magen, sich dann mit dem Schleim vermischt und dann zu einem großem Kloß wird und dann mühsam heraus erbrochen wird.

Das wenige Blut das in dieser Zeit durch den Dickdarm heraustritt erkennen wir meist nicht, da der Kot ebenfalls dunkel ist, so wie da bis dahin dunkel gewordene Blut.

 

Erst wenn es immer wieder zu blutigen Verletzungen/Läsionen der Darmschleimhaut kommt. Und er Hund damit nun gar nicht mehr fertig wird, kommt auch Blut für uns erkennbar durch den Dickdarm und wird mit dem Kot ausgeschieden.

 

Bis dahin ist der Hund dann bereits sehr geschwächt.

 

Und wir haben Irish Terrier, die sind unheimlich stark im Aushalten von Schmerzen. Wir merken es erst dann, wenn sie nicht mehr können. Deshalb sind sie dann für uns Imre bereits und sofort schwerkrank.

 

  • Die stark erhöhte Temperatur bis weit in die 40 Grad, die blassen Schleimhäute sind alles Anzeichen des Kampfes der im Körper des Hundes stattfindet. Er versucht alles nicht Lebenswichtige herunter zufahren und gegen die Entzündungen anzukämpfen.  
  • Hinzu kommt der Flüssigkeitsverlust, deshalb werden dann ja auch ziemlich schnell Elektrolyte zugeführt. Sie sind dringend notwendig. 
  • Entweder durch Indusionen beim Tierarzt oder man macht es selbst und gibt es über das Maul ein oder spritzt Flüssigkeitsdepot unter die Haut (das darf man selbst, wenn man weiß wie es geht.!!! Zeigen lassen)
  • Besorgt Euch bitte alle große Spritzen aus der Apotheke um dem Hund Flüssigkeit ins Maul spritzen zu können, auch dies bitte zeigen lassen. Wie und wo und in welchem Tempo

Weitere Diagnosen müssen unternommen werden, wenn man mit der Behandlung von AHDS

keinen Erfolg hat und der Hund weiter erbricht.

 

wenn man nicht bereits bei den die Punkten, Schmerzmittel, Cortison und Antibiotika die Ursachen eingegrenzt hat. Beziehungsweise es bereits durch die nicht erkannten folgen der Medikamentengabe weitere Schädigungen des Magens und/oder des Darm entstanden sind.

 


 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126