Vorbemerkung:

Doro`s Wurfschwester St. Patrick`s Cara ist im Januar 2013 im Alter von 13,5 Jahren verstorben. Unsere Doro wurde in einem Wurf von 3 Mädels geboren und ist nun allein. Da ihre beiden Schwestern bereits verstorben sind.
 

Doro lebt seit einiger Zeit, wie den meisten bekannt ist, bei meinem Sohn. Nachdem wir vom Tod Cara`s erfahren haben, bat ich ihn, uns mal einen Status von Doro nieder zu schreiben. Das hat Bastian nur zu gern getan und wie man aus jeder Zeile seines Berichts lesen kann, Doro und Bastian sind einfach ein Dreamteam.
 

Hier nun der Bericht:

Das mit Cara tut mir echt leid. Ich hoffe sie hat nicht leiden müssen.

Aber um Dich zu beruhigen. Doro geht es dem Alter entsprechend sehr gut. Sie ist gesund und fit, verhält sich immer noch wie eine Dame und ist tiefenentspannt in allen Lagen.

Sie ist, außer wenn ich in der Hochschule bin, immer bei mir und fordert ihre Zeit ein. Aber dezent. Sie liegt immer bei mir und guckt mir beim lernen zu und stubst mich machmal an, oder legt ihren Kopf auf mein Knie. Dann weiß ich, dass es an der Zeit ist, eine kleine Pause zu machen und den Napf zu füllen und ne Runde um den Block zu gehen. Doros innere Uhr ist auf 18 Uhr + - 15 min eingestellt und sehr genau. Nur die Zeitumstellung hat ihr eine Woche lang den Rythmus durcheinander gewürfelt.

Gut, was heißt altersbedingt?! Letztes Jahr haben wir sogar mit Doro eine Fahrradtour durch Duisburg unternommen. Ca. 30 Kilometer und Doro war super dabei.! Klar, sie saß in einem Anhänger und hat sich ziehen lassen von mir.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie hat das mit einem Lächeln genossen. Gucken und Frischluft und dabei noch wenig bewegen. Die Strecke wäre zum Laufen auch viel zu viel.

Wir waren sogar im Anschluss am Baggersee und waren gemeinsam baden!

Bine und ich waren im Wasser und Doro stand am Rand und guckte zu.

Plötzlich ging sie immer tiefer ins Wasser und kam auf uns zu geschwommen!!

Wir haben sie noch nicht mal gerufen, sie kam von alleine. Doro und Schwimmen!! Sie ist sage und schreibe 5 Meter zu uns geschwommen und war ziemlich am schnaufen als sie mich abgeholt hatte. Ich bin dann mit ihr zum Rand zurück geschwommen und habe sie gelobt. Meines Erachtens war sie selber von sich überrascht. Bis zu den Ohren im Wasser war auch für Doro neu.

Dummerweise hat Doro sich dabei eine Mittelohrentzündung zugezogen, weil ihr ihre Ohren nicht richtig abgetrocknet habe. Das Resultat war, dass Doro mit mir mehrmals beim TA war und mit Antibiotika und Ohrentropfen behandelt wurde. Teurer Spaß gewesen. Sie war ca. 3 Wochen ziemlich lediert, da sich die Entzündung auch auf die umliegenden Nerven übertragen hatte. Die Schmerzen hat man Doro nicht angemerkt. Kein Fiepsen, kein Torkeln oder ähnlich. Nur am linken Auge war die Nickhaut zeitweise halbgeschlossen. Im WWW stand dann, dass das ein Zeichen von Schmerzen sein kann, also sind wir sofort zu TA und es wurde, wie bereits geschrieben, behandelt.
Mittlerweile ist Alles wieder in Ordnung, so als ob nichts gewesen wäre.

Dass Doro schlechter hört und sieht ist alles im normalen Bereich, sagt der TA.

Man muss einen alten Hund anderes führen als einen jungen bis mittelalten Hund. Die Bindung ist Alles. Doro vertraut mir und lässt sich im Dunkeln von mir führen.

Ich versuche sie gerade an die Taschenlampe als Signal zu trainieren.

Es ist schon häufiger passiert, dass Doro auf der Wiese schnüffelt und markiert und dabei vergisst wo ich stehe. Wenn sie dann meint fertig zu sein sieht man ihr an, dass sie mich sucht. Wenn es auch noch Dunkel ist und ich mich nicht bewege, sieht sie mich nicht und läuft in die Richtung aus der wir gekommen sind, also weg von mir. Rufen und winken bringt nichts, sie kann es nicht mehr orten.

Deswegen stehe ich jetzt immer mit meiner starken Taschenlampe und leuchte vor mich. So weiß Doro: Lampe = Basti und läuft in die richtige Richtung und ich muss nicht schreien oder hinterher laufen.


Auch Körperkontakt gibt Doro Sicherheit.

Gerade in Bus und Bahn sitzt sie an meinem Bein gekuschelt und guckt die Leute an, ohne gestresst zu wirken. Hier muss man aber auch umdenken. Durch das schlechtere Sehvermögen erschrickt sie häufiger oder läuft gegen Glastüren.

Vorrausschauend führen ist das A und O und verlangt Souveränität vom Halter.

Der Hund ist nur gestresst, wenn man selber gestresst ist.

Ein weiteres Umdenken ist beim Kommandogeben erforderlich geworden.

Gut das sie schon die Handzeichen konnte, so fällt es uns leicht dezent zu führen.

  • Im Bus oder in der Bahn reicht ein leichtes Drücken an verschiedene Stellen und Doro weiß Bescheid. Sie legt sich dann an mein Bein gelehnt zwischen meine Füßen und ist ruhig.
  • Rolltreppe fahren ist ja hier ein Muss und auch das schafft sie ohne Probleme. Sie fährt sie sogar alleine, wenn man nicht aufpasst.
  • Bei Bine vor der Tür ist die U-Bahnhaltestelle aus der wir immer kommen, wenn wir zu Bine fahren. Doro prägt sich solche Orte richtig gut ein. Wenn wir dort eine Runde gassigehen, so zieht sie häufig zur Rolltreppe und will runter. Also dreht man häufig eine Extrarunde mit der Rolltreppe, auf der einen Seite runter, auf der anderen Seite wieder hoch. Ich würde ja auch Treppe laufen, aber Doro WILL Rolltreppe. Ist ja auch bequemer. Normales Treppensteigen ist mittlerweile auch etwas langsamer geworden.

Sonst gibt es nichts besonderes über Doro zu berichten. Sie ist halt eine alte Terrierdame. Mit allen Eigenschaften eines Terriers (Dickkopf etc.) und einer Dame ( Weisheit des Alters) ist sie bestens eingespielt und angepasst.


Gruß Basti

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126