Woche 3 Teil 2

Da es die Woche der grossen Veränderungen ist, wird die Berichterstattung geteilt.

Wie wichtig die Sozialisierung für die Welpen ist, habe ich bereits angeführt, im Teil 1. Diese Phase im Leben eines Hundewelpen ist prägend für sein komplettes Hundeleben. Hier werden die Grundlagen gelegt - die Stabilität des Hundes.

Ich sage oft bei den Besuchen - "wir übergeben Ihnen am Ende der Aufzuchtzeit einen kleinen Rohdiamanten - die feinen Ecken und Kanten (Erziehung) die müssen sie nun schleifen. Gehen Sie behutsam mit dem Hundebaby um, fordern und fördern ist die Grundlage. Die Bindung der Klebstoff".

Die Phase "Sozialisierung" bei uns Züchtern ist von grosser Bedeutung. Hier wird die Grundlage für die Stabilität eines ganzen Hundelebens gelegt.

Viele, viele Untersuchungen belegen:

Zitat: "das die Sinnesreize, Informatioen, Geräusche, aber auch Lebewesen, die der Hund bis zu seiner 12. Lebenswoche bereits als harmlos oder unbedeutend erlebt oder bereits mit einer positiven Belegung kennen gelernt hat, später nicht zu Angst, Panik oder Streß führen.

Dagegen können Reize, die der Hund in den ersten drei Lebensmonaten nicht kennengelernt hat, später zu negativen Verknüpfungen führen und Streß, Furcht oder sogar allgemeine Angstzustände auslösen " Zitatende

Udo Gansloßer/Petra Krivy, Verhaltensbiologie für Hundehalter.

der erste Ausflug in den Garten - noch unsicher und skeptisch

hier sind die anderen Hunde erst einmal noch nicht dabei.

Reize: neue Umwelt, neue Untergründe, neuer Duft, neue Geräusche, und neue Temperatur. Keine Umgrenzung - wie im Wurfraum - für die Welpen freie Umgebung, da der Garten wohl noch ihre Vorstellungen von Größe weit übertrifft.

 unser Erstgeborener wagt sich als Erste von der Matte herunter

 aus der leichten Entfernung beobachten Frieda und ich - was nun passiert

das Welpenknäul löst sich langsam auf - sie werden mutiger und fangen an zu erkunden.

 Frieda liegt ganz entspant dabei und läßt es zu.

wir achten immer sehr auf unsere Hündin - ist sie entspant, können wir entspannen - sie weiß es weit besser als wir

 die anderen Hunde sind nun im Garten - vorsichtig nehmen sie miteinander Kontakt auf

 Hier Trudy und der kleine schwarze Rüde

 Im Hintergrund immer wir und Frieda

beide werden mutiger

auch für Trudy ist es eine Herausforderung - Instinktmässig weiß sie, wann sie sich wie den Welpen nähern darf - ihre Mutter Frieda passt sehr genau auf.

Bezeichnenderweise dürfen immer die jüngsten Hündinen als erstes sehr nah an die Welpen heran.

Sari hält sich bisweilen noch sehr bedeckt im Hintergrund. Obwohl sie und Champ ebenfalls im Gartenbereich sind.

Helmut sitzt unter dem Baum mit einem Welpen, Champ (der Vater) hat sich dazu gesellt.

 Neugierig aber angespannt schaut er auf den Welpen

 Nee, lieber nicht - er weicht dem Welpen aus und lehnt sich in den Arm von Helmut

Trudy geht inzwischen schon recht unbekümmert mit allem im Garten um, auch wenn nun ein Welpe auf die beiden zu kommt

 hier sind nun Frieda im Vordergrund (Mutter) mit Trudy und einem Welpen

Frieda seht zwischen Trudy und dem Welpen - hier wird gerade recht deutlich mitgeteilt "meine Welpen"

 Im Hintergrund Champ

Welpenbesuch ist nun zusätzlich hin zugekommen (dazwischen haben die Welpen geschlafen)

 mein kleiner Haribo

das kleine "Rosa-Bärchen" völlig entspannt in Rückenlage auf meinem Schoß

 auch von oben über den Kopf streicheln geht - das muss gelernt werden - vor allem akzeptiert werden,

für Hunde, Hundewelpen völlig außerhalb ihrer Handlungsweisen.

Eher eine Bedrohung als ein Streicheln für Hunde - hier wird gelernt das Menschen (auch noch völlig unbekannte) dies aber nun trotzdem tun.

 nach der anstrengenden Zeit, am nächsten Tag wieder im Wurfraum

Ein Spielzeug kommt nun in das Gehege

 Im Hintergrund die Matte zur Versäuberung innerhalb des Wohnraumes (die ist inzwischen weg - wir prägen nicht auf Papier usw, sondern direkt auf Rasen und Erde)

 miteinander raufen

 fremde Dinge erkennen und auf fremde Dinge zugehen

 sich zurückziehen wenn es genug wird

 ein anderer Tag - Besuch

Da wir etwas Platz benötigen, wird ins Wohnzimmer umgezogen, damit alle Menschen in Ruhe die Welpen ansehen und auch mal mit ihnen Kontakt aufnehmen können.

Frieda liegt vor der Kudde

 

rein und raus - die drittte Ebene "Höhe" wird kennengelernt

 

Raubtierfütterung

Entenhack, Hühnerhack mit Hüttenkäse, Öl, Kräutern und Gemüse

hier kann man das Futter recht gut erkennen

aufgrund der Sauberkeit - wird draussen gespeist :-))

wieder ein anderer Tag - wieder Besuch - diesmal ist das Wetter so, das wir wieder raus können.

alles läuft bereits viel entspannter, alle Hunde dabei, fremde Menschen, Kinder

Frieda säugt inmitten des Besuchs

 ganz nah lässt sie ihr wildfremde Menschen hinzu und lässt sich dabei streicheln

wieder im Wohnzimmer

Hier wird`s nun interesannt -  es ist der letzte Tag der 3. Woche.

Frieda übergibt ihrer Tochter Trudy die Aufsicht in der Wurfkiste und liegt selbst davor.

 Der Besuch ist immer noch da - völlig entpannt liegt Trudy in der Wurfkiste und Frieda davor.

Beide haben Welpen neben sich liegen.

 In der Natur, ohne den Einfluss von uns Menschen gäbe es ein solches Bild auch im übertragenem Sinne nicht.

beide Hündinnen haben volles Vertrauen in uns

so kann Frieda völlig ruhig und entspannt eine anderen Hündin, die auch bereits die Geschlechtsreife besitzt ihre Welpen anvertrauen.

ein anderer langjähriger Züchter nennt dieses Verhalten Toleranz - wir nennen es Vertrauen.

Beide haben wohl recht - in der Natur wäre es völlig abwegig - da läßt eine Mutterhündin zu einem so frühem Zeitpunkt keine andere Hündin in die Nähe ihrer Welpen - niemals!!

 

die Woche 3 ist nun um - viel mehr Bilder auf Picasa

http://picasaweb.google.com/gielians

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126