Woche 3 Teil 1

Wieder eine Woche älter. In dieser einen Woche ist unendlich viel passiert.

"Gut gewappnet für das Leben" so lautet die Überschrift eines Beitrages in einem Hundemagazin, von Dr. Udo Gansloßer.

Dies ist aber auch der Leitspruch, der für die gesamte Aufzuchtzeit bei uns, den Haseländern, gilt.

Sie alle möchten einen geselligen, freundlichen und beziehungsbereiten Hund an ihrer Seite. Unsere Aufgabe als Züchter ist es nun, die unendlich kurze, aber wichtige Aufzuchtzeit bei uns, so zu nutzen, das die Welpen gefordert und gefördert werden, um diesem Anspruch auch erfüllen zu können.

Dafür steht ganz allgemein der Begriff "Sozialisation", der nun in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird. Das bedeutet ganz allgemein "gesellig" und "gemeinschaftlich". Dieser Begriff "Sozialisierung" wird für Menschen und Tiere gleichermassen verwendet.

Im Bezug auf die 3. Lebenswoche bedeutet es, das die Welpen nun ihre Umwelt immer bewusster wahrnehmen können. Das bedeutet für uns, als Züchter, diese Umweltreize anzubieten bzw. wohl dosiert anzubieten, da das jeweilige Verhalten der Welpen auf diese Reize nun geprägt werden.

Zu diesen Reizen gehören, Sinnesreize und andere Umwelteindrücke ebenso, wie nun der Umgang mit den Artgenossen. Bei den Artgenossen, ist vor allem der Einfluss der Mutterhündin (Wesen, Umgang, Toleranz, Strenge usw) der Geschwister im Wurf. Sowie der langsame Kontakt mit allen im Hause lebenden Tieren/Hunden.

Dieser langsame und dosierte Umgang formt nun die Ausprägung des Welpenverhaltens - und ebenfalls die künftigen Strategien "wie gehe ich mit diesem und jenem um".

Der Hund als solches kann sich direkt nach der Geburt nur ganz eingeschränkt auf seine Sinnesorgane verlassen. Da er zu diesem Zeitpunkt nur über den Sinn für den Geruch/Nase, den Tastsinn und den Wärmesinn und möglicherweise eingeschränkt dem Geschmacksinn (über die Muttermilch und Plazenta), verfügt.

Augen und Ohren öffnen sich erst in der 2. bzw. Anfang der 3. Woche. Hinzu kommt ja dann noch, das der Welpe sich nur sehr sehr eingeschränkt bewegen bzw. fortbewegen kann. Daher kennt der nesthockende Welpe in seiner anfänglichen Lebenszeit, erst einmal nur den Kontakt zu seinen Wurfgeschwistern und seiner Mutter, sowie den fortwährenden Kontakt zu seinem betreuenden Züchter.

Diesen Kontakt bezeichnet man nun ebenso als Umweltreize, wie die später hinzu kommenden Reize. Der bis dahin mögliche Sozialkontakt äußerst sich dann in der 3. Woche durch leichte Raufereien zwischen den Geschwistern, anknabbern der Finger der Züchter, Nähe suchen beim Züchter, Kontaktliegen bei Mutter u.v.m.

Dies aber alles in einem sehr eingeschränktem und absolut nahem Kontakt zur Wurfkiste.

Die Welpen nehmen also in dieser sehr frühen Zeit, den Sozialkontakt zu den Wurfgeschwistern auf - die wiederum einen großen Einfluss auf die jeweilige Sozialisierung der/des Welpen nehmen.

Erst wenn der Welpe langsam beginnt die Wurfkiste zu verlassen, auch das passiert in der 3. Woche, nimmt er andere Reize aus der Umgebung war - das nennt man dann Umweltsozialisierung.

Erst jetzt werden auch Gegenstände interessant. Weiterhin findet jetzt ganz deutlich schon die Sauberkeitserziehung statt. Der Welpe verlässt seine Wurfkiste, um sich zu lösen.

Soweit die Theorie - hier die Praxis

 hier das sogenannte "Kontaktliegen"

die Welpen liegen alle recht dicht aneinander in der Wurfkiste

 meist mehr oder weniger aneinander oder übereinander

 hier auf der Hand - eines unserer 'Hundesittermädels' die uns nun seit 2009 zur Seite stehen, wenn Not am Mann ist oder sie Lust auf Ausbildung und Gassi-Runden haben.

 Unsere beiden Mädels sind absolut vertrauenswürdig und sind in diese Aufgabe über viele Jahre hineingewachsen.

 

 natürlich gehört auch das fotografieren zu den Dingen - die die beiden nun beherrschen - den ganzen Tag über haben sie unsere Welpen fotografiert.

 hier die kleine, mollige rosa Hündin

Welpenbesuch - eine Famlie im nun erweiterten Hundeauslauf - die Welpen gehen zum versäubern nun aus der Kiste (beginnend Ende der 2. Woche).

Wir lassen einen wohldosierten und kontrollierten Welpenkontakt durch die späteren Familien, bereits zum Ende der 2. Woche zu.

Darüber gibt es die verschiedensten Ansichten - wir sind sehr gut damit gefahren. Da uns der Kontakt der jeweiligen späteren Familien, also die Bindung zu dem Welpen sehr wichtig ist und wir dies als sehr hoch einschätzen. Wenn ich zu einem Lebewesen eien starke Bindung aufgebaut habe, bin ich  viel toleranter im Umgang mit ihm - auch bei möglichen Problemen.

Selbstverständlich wird die Hygiene beachtet und selbstverständlich bestimmt die Mutterhündin, die Nähe und die Dosierung zu ihren Welpen.

 

Frieda liegt hier mittendrin und säugt ihre Welpen - voll Vertrauen zu uns - das wir ihr immer und zu jeder Zeit helfen werden.

 Hier liegt sie nun sogar außerhalb -  es ist der 10.09., wo nun die beiden Hundesitter den ganzen Tag die Welpen und Frieda versorgen. Während wir in Heek auf dem Irish Terrier Festival die IT-Jahrbücher verteilen und verkaufen. (www.foerderverein-irish-terrier.de)

 Auch füttern gehört nun zu den Aufgaben. Seit 2 Tagen werden sie langsam zugefüttert - hier klappt es bereits ganz gut. Der Welpe hat umgeschaltet vom sogenannten "Saug-Schluck-Reflext" auf Lecken, aufnehmen und schlucken. Eine enorme Leistung in diesem Alter.

Zugefüttert wird bei diesem Wurf aufgrund der Wurfgrösse bereits zu diesem frühem Zeitpunkt.

Frieda schaut entspant zu - was nun so passiert

 Hier sieht man nun unterschiedliche Gegenstände in der Wurfkiste - das Angebot wird erweitert. Alles leichte gut greifbare und weiche Dinge. Das es so viele sind - liegt daran, das die beiden Mädels fotografieren möchten und nun Farbflecke ins Bild bringen möchten.

so ein Tag ist lang - nun sind die Welpen im Wohnzimmer - als Fotomodelle. Man kann deutlich erkennen, das sie nun auch darauf reagieren

 ein klein bisschen posieren gehört dazu

im Vordergrund unser erstgeborener Welpe aus diesem Wurf

so nun sind sie wieder in der Wurfkiste -  und der kleine blaue Rüde hat sich sein Schmusetier mitgenommen. Die anderen Welpen liegen verstreut in der Wurfkiste.

Der 10.09. geht zu Ende - wir sind wieder eingetroffen und finden die Welpen in einer solch entspannten Lage wieder.

Den Rest der Bilder von Larissa und Katrin und den Welpen finden sie auch auf Picasa

www.http://picasaweb.google.com/gielians

 hier Wurf W und Woche 3 t 1

 

 

 

 

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126