Woche 4

die Entwicklung geht nun deutlicher vonstatten.

Die 3. und 4. Lebenswoche „Grundsätzliches“

Ungefähr zu dieser Zeit beginnt die Übergangsphase, es öffnen sich die Lidspalten, wobei der Welpe aber noch nicht sehen kann. Erst mit dem 17. oder 18 Tag entwickelt sich die Sehfähigkeit. Für das Gehör trifft das Gleiche zu. Hat der Welpe vorher fast ausschließlich getrunken und geschlafen nimmt er nun seine Wurfgeschwister und die unmittelbare Umgebung aktiv wahr.

Nachdem die Welpen in der dritten Lebenswoche die Umwelt, durch immer besseres Sehen und Hören verstärkt wahrnehmen, müssen sie durch den Züchter mit einer Vielzahl neuer Reize konfrontiert werden „Langsam und wohldosiert“

Es ist auch die Zeit, in der die Zähnchen durchbrechen. Die Welpen können sich bereits recht gut orientieren und verlassen in der Regel das Wurflager zum ersten Mal, sie erkunden somit langsam (in ihrem Tempo) ihre Umwelt.

In dieser zweiten Entwicklungsphase werden die Vorraussetzungen für die Aufnahme sozialer Kontakte geschaffen.

  • Die Mutterhündin und die Geschwister werden immer häufiger durch Schwanzwedeln, Pföteln und Aufforderungen zum Spiel, gebeten/aufgefordert nun doch sozialen Kontakt aufzunehmen.
  • Er werden die ersten unsicheren Gehversuche gestartet, es sieht sehr lustig aus, wenn der viel zu große Kopf hin und herschwankt, der "Windelpopo" schaukelt. Oft enden die Versuche kläglich auf dem Po. Der Welpe wird nun unermüdlich weiterüben, bis er recht sicher auf seinen vier Pfoten steht.

Bei allen möglichen Aktionen, die nun der Züchter und auch die bereits schon anwesenden Welpenbesucher starten. Muss berücksichtigt werden, das nicht jeder Welpe gleich ist, es gilt  die charakterlichen Unterschiede zu berücksichtigen.

Auf jedem Fall soll alles, was man nun unternimmt, das Alter, das Wesen und das Stadium der individuellen Gehirnentwicklung der Welpen, berücksichtigen. So dass die Welpen das ihnen nun gebotene Pensum auch problemlos bewältigen können.

Sobald die Welpen beginnen das Wurflager zu verlassen, beginnt auch die Erziehung zur Stubenreinheit. Natürlich hängt dies auch von den Gegebenheiten beim Züchter ab.

Das Absetzten von Harn und Kot der Welpen, erfolgt fast immer in den gleichen Situationen. In der Regel löst sich der Welpe nach dem Schlafen und dem Fressen. Auch nach dem oder während des Spiels hat er es oft sehr eilig - hier ist das gute Auge des Züchters gefragt. Was nun die Menschen genau in der Sekunde überschwänglich loben. Man kann sich wirklich nur wundern, wie schnell die kleinen Welpen, (wenn sie dann älter geworden sind, allein im Gänsemarsch hintereinander) diesen Platz selbständig aufsuchen und die Verknüpfung mit dem Ort (Art des Untergrundes) und den nett (positive Verknüpfung) gemeinten Worten des Züchters und dem "sich lösen" verknüpfen.

So legt der Züchter bereits sehr früh, den Grundstein für die spätere Stubenreinheit.

Dies erfordert viel Zeit, viel Mühe und Enthusiasmus, bei Wind und Wetter, sich die Welpen schnell, ohne Verzögerung, zu schnappen und nach draußen zu tragen. Dann muss ja noch gewartet werden bis alle ihr "Geschäft" erledigt haben. Aber mit dieser, gerade im Winter und Nachts nicht gerade sehr schönen Tätigkeit, legt der Züchter den Grundstein dafür. das der Welpe später den gleichen Untergrund (Rasen, Erde und nicht Teppich, Wege usw.) für sein "Geschäft" aufsucht.

Man kann als Züchter bereits jetzt ein Kommando etablieren  z.B. "mach mal". Wird dieses Kommando immer in Verbindung mit den "Geschäften" benutzt, ist das der Anfang der Erziehung zum "sich-lösen" auf Wunsch des Besitzers. So ist es möglich dem späteren Besitzer einen fast stubenreinen Welpen zu übergeben. Dass ab und zu nach ein Malheur passiert, versteht sich von selbst. Meist war der Mensch dann zu langsam!

Und nicht zu vergessen sichert eine gute Mutterhündin, die im Wesen, Umgang sicher und ruhig fungiert die Grundlage einer guten Welpenaufzucht. Sie regelt aus ihrem Verhalten heraus mit Toleranz und Strenge den Umgang untereinander (unter den Wurfgeschwistern) ebenso, wie den langsamen Kontakt und den Umgang mit den anderen im Haus lebenden Hunden.

Die Welpen nehmen also in dieser sehr frühen Zeit, den Sozialkontakt zu den Wurfgeschwistern auf, der wiederum einen großen Einfluss auf die jeweilige Sozialisierung der/des Welpen nehmen.

Wir lassen einen wohldosierten und kontrollierten Welpenkontakt durch die späteren Familien, bereits zum Ende der 2. Woche zu. Darüber gibt es die verschiedensten Ansichten - wir sind sehr gut damit gefahren. Da uns der Kontakt der jeweiligen späteren Familien, also ein Aufbau der Bindung zwischen dem Welpen und seiner späteren Familie sehr wichtig ist.

Diese spätere Bindung ist nicht nur für den Welpen sehr wichtig sondern auch für den Menschen/Familie. Schließlich soll der Welpen einmal in die Familie integriert werden. Ebenso fördert die frühe Bindung zu „seinem“ Welpen die menschliche Toleranz zu den kleinen oder größeren Malheuren.

Selbstverständlich beachten wir eine grundlegende Hygiene und ebenso selbstverständlich ist, das die Mutterhündin die Nähe und die Dosierung für die Welpen bestimmt. Ihr Verhalten ist für uns der Maßstab.

Nicht selten liegt die Mutterhündin mit den Welpen vor der Wurfkiste und säugt im Beisein des Besuches ihre Welpen. Das zeugt vom großen Vertrauen zu uns Züchtern – wen wir reinlassen, der wird in aller Regel akzeptiert, Und der darf dann auch zu den Welpen. Es ist eher so, das unsere Hündinnen einen gewissen Stolz zeigen „Meine Welpen“ (natürlich stark vermenschlicht, aber deshalb nicht weniger treffend)

Und diese Grundvertrauen übertragen unsere Hunde auch auf unsere Hundesitter – wenn sie uns komplett an der Wurfkiste vertreten.

Ende der 3. Lebenswoche, die Welpen bewegen sich nun bereits auf den Beinen fort.

 

die Welpen kommen nun immer öfter ins Wohnzimmer - am Kaminfeuer ist es schön warm

Trudi nutzt die Gelegeheit - schmusen mit dem Welpen.

Es ist schon erstaunlich, wie eine Hündin, die selbst noch nie Mutter war, auf den Welpen reagiert.

zwei Tage weiter - die Welpen sind komplett ins Wohnzimmer umgezogen und schauen sich nun den Heizkörper an

 so ganz geheuer ist ihnen dieses komische Ding nicht - es wird verbellt :-))

 immer wieder kommt die Mutter und bietet Schutz an

trotzdem - man fühlt sich einsam und ruft die Mutter heran

immer sicherer werden die Kleinen nun

 alles wird neugierig untersucht

zwischendurch wird sich ein Schluck von der Milchbar gegönnt und dann wird geputzt und geruht

am Sonntag, 21.10. die erste Mahlzeit

Noch weiß man nicht genau was man machen soll - eine kleine Sauerei wird veranstaltet :-))

Sari kommt nicht nach mit dem Säubern

der Teller ist leer nun wird darauf rumgelaufen :-))

gemeinsam wird der letzte Rest abgeschleckt

ganz schön rutschig so ein Teller, vor allem wenn die Pfoten etwas schmierig sind

nun holt man sich noch einen Schluck aus der Milchbar

 und dann werden die Welpen gereinigt - alles noch eine grosse Schmiererei

so nun begibt man sich langsam zur Ruhe.

die Welpen können nun schon im Sitzen an die Zitzen

Das wars für den Abend

Woche 4  Grundsätzliches

  • Augen, Nase und Ohren sind nun voll entwickelt.
  • In dieser Zeit lernt der Welpe im Idealfall mit ganz unterschiedlichen Eindrücken (Menschen, Geräuschen, optischen Eindrücken etc.) umzugehen.
  • Er nimmt seine Umfeld bewusst wahr und lernt seine Sozialpartner kennen
  • Im Spiel mit seinen Wurfgeschwistern lernt er seinen sozialen Rang zu finden und sich und die anderen auszutesten
  • In dieser Zeit wird seine Persönlichkeit und sein Temperament geprägt.

 

Wird in dieser Zeit ein Welpe isoliert gehalten und mit keinerlei Eindrücken bzw. Sozial-Partnern zusammen gebracht, kommt es mit größer Wahrscheinlich später zu Sozialisierungs-Problemen die man nur noch schwer aufarbeiten kann

Die Welpen beginnen die Umwelt in kleinen Schritten wahrzunehmen. Nicht alle Dinge werden bereits jetzt wahrgenommen.

Laut der unterschiedlichen Untersuchungen und Studien beginnt in etwa nun die Zeit der Prägung.

Natürlich kann man die so genannte Prägung nicht an einen bestimmten Tag festmachen. Es ist ein Prozess, der anfängt sobald die Welpen eingeständig das eigentliche Wurflager verlassen und in der nun langsam Gegenstände von Interesse sind und diese auch wahrgenommen werden. Diese Phase ist von großer Bedeutung für die Stabilität des späteren Hundes wie wiederum viele Studien belegen.

Alle Sinnesreize, Informationen, Geräusche aber auch Lebewesen die der Hund bis zur ca. der 12. Lebenswoche als harmlos einstuft oder sie sogar als  positiv einstuft führen später nicht zu Angst, Panik und Stress.

Im Gegensatz dazu bedeutet dies, dass Reize die der Hund nicht in dieser Zeit kennen gelernt hat, zu negativen Verknüpfungen führen kann. Ja sogar zu Stress bis hin zu Angstzuständen führen kann.

 Für die Hundezüchter bedeutet dies nun, dass sie  ab ca. der 4. Lebenswoche dem Welpen soviel an Umweltreize als möglich anzubieten und ausprobieren zu lassen. Aber auch hier wieder mit der gebotenen Vorsicht. Eine Reizüberflutung ist damit nicht gemeint. Eher ein ständiges und langsames Erweitern der Reize.

Die Abfolge und die Dauer der neuen Reize müssen wohldosiert sein. Ordentliche Schlafphasen gehören dazu. Im Schlaf werden die Erfahrungen verarbeitet und die Verknüpfungen im Gehirn hergestellt. Um einen ruhigen Schlaf zu garantieren sind die Welpen wieder in ihrer Wurfkiste. „

 

Die vierte Woche  ist der Beginn der großen Veränderungen. Ab hier werden die Grundlagen gelegt für die Stabilität des Welpen im Hinblick auf  die Umwelt und auf die Sozialisierungs-Partner.

 Die 4. Woche bei uns „vom Haseland“

  • Wir legen  nun kleine, unterschiedliche und farbige Gegenstände in die Wurfkiste. Dies ist als Angebot an die Welpen zu verstehen. Nicht alle Dinge werden bereits jetzt wahrgenommen.
  • Der Raum um die Wurfkiste wird erweitert – so dass sich die Welpen nun selbständig versäubern können und vor allem in einen gesicherten Raum Kontakt mit dem Umwelt aufnehmen können.
  • Die Welpen lernen weiter die komplette Wohnung kennen
  • Auch kleine Ausflüge in den Garten werden nun unternommen.
  • Fremde Hunde auch andere Rassen kommen nun hin zu.
  • Temperaturunterschiede werden dadurch ganz nebenbei kennen gelernt, so lernt auch das Immunsystem hinzu
  • Neue Geräusche  außerhalb der Wohnung
  • Die dritte Ebene, also Höhe und Tiefe kommt hinzu (Treppen)
  • Ausflüge mit dem Auto
  • Unsere Hundegruppe übernimmt nun abwechselt die Aufsicht.
  • Welpenbesuch nimmt zu
  •  

Ein Satz, den wir immer und immer wieder zu unseren zukünftigen Welpeneltern sagen:

"Wir übergeben Ihnen am Ende unserer  Aufzuchtzeit einen kleinen Rohdiamanten - die feinen Ecken und Kanten (Erziehung) die müssen sie nun schleifen. Gehen Sie behutsam mit dem Hundebaby um, fordern und fördern ist die Grundlage. Die Bindung der Klebstoff".

 

 

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126