V-Wurf vom Haseland

Vision`s

Nun ist bereits eine Woche vorbei. Leider mussten wir uns von einem Welpen schweren Herzens verabschieden. Bereits als kleiner Problemfall, viel zu klein und unanausgereift kam er zur Welt. Trotz menschlicher Unterstützung schaffte er den Rückstand nicht. Die Lungen entfalteten sich nicht. So entschlossen wir uns mit dem Tierarzt, am Montag den kleinen Rüden zu erlösen.

Es ist immer tragisch und sehr emotial und absolut nicht einfach, eine solche Entscheidung zu treffen. Aber es geht nicht um uns, sondern um dieses kleine Lebewesen, das nur duch uns, dem Züchter, ins Leben gekommen ist. Somit tragen wir auch die traurige Verantwortung, ihn vor unnötigem Leiden zu schützen. Aber glauben Sie uns, wir können darauf gerne verzichten, so ein kleiner Kerl wächst einem ganz besonders ans Herz.

Die Natur hat von sich aus ja bereits dafür vorgesorgt, wir vergessen es nur immer wieder, das Mehrlingsgeburten, von der Natur dafür vorgesehen sind, das wenigsten einige Nachkommen überleben. Durch uns Menschen haben wir die Sterblichkeitsrate erheblich veringert, aber Gott sind wir deshalb noch lange nicht.

Bei den Haseländern ist die Sterblichkeitsrate sehr sehr gering, wir haben bisher 115 Welpen ermöglicht das Licht der Welt zu erblicken, davon sind in der ganzen zeit nur 4 verstorben. Wir hoffen das es so bleibt.

So nun zu den Vision`s:

Alle sind munter und gesund, legen kräftig an Gewicht zu, robben schon durch die Wurfkiste, die Äuglein und die Ohren öffnen sich. Und die erste Wurmkur steht an. Also ein wichtiger Schritt für die kleinen "Maulwürfe"

 

Nachfolgend ein Blick in die Wurfkiste

Die Milchbar ist eröffnet - Sari eine ruhige, sehr vorbildliche Mutter.

Ihre Ruhe strahlt auf die Welpen ab - der ganze Wurf, hier noch 7, ist ruhig, hat regelmässige Zeiten.

Dieses Verhalten der Mutter ist in der ersten Zeit, das Allerwichtigste. Der Umweltfaktor, der das spätere Verhalten der Welpen bestimmt.

 

Welpenentwicklungsstadien
Das neue Schlagwort dafür lautet: Phänotypische Platizität
Wobei Phänotypisch für "Erscheinung, Aussehen,Gestalt, Verhalten und Persönlichkeit steht.
Und Platizität für  Verformbarkeit,Formbarkeit,Verhaltensentwicklung und Verhaltensprozeße.

Phänotyp wird nicht unbedingt, also zu 100% über das Erbgut mitgegeben. Sondern jedes einzelne Stadium wird durch die Umwelt - hier steht der Züchter mit seinen Handlungen in einer ganz besonderen Verantwortung.


Das bezieht sich auch auf die Bedingungen in der Wurfkiste, der Mutter und natürlich auf den Einfluss

des Züchters auf den Wurf = Umweltfaktor

Wärme und Sauberkeit in der Wurfkiste - hier auf dem Bild sieht man, das die Wärme so eingestellt ist, das die Welpen auseinander liegen und nicht auf einem Haufen. Wir haben in der ersten Woche eine Temperatur von ca 30 Grad in der Wurfkiste, durch eine Wämeplatte, die unter dem Vetbed liegt.
Diese Platte nimmt ca. 40 % der Bodenfläche in Anspruch. So können die Welpen selbst wählen wo sie liegen möchten - und das tun sie auch.


Sie wechseln auch in diesem Alter sehr bewusst ihren Platz. Das Wärmeempfinden und der Geruchssinn sind bereits sehr gut ausgebildet und bildeten die Grundlage für die erste Zeit in der Wurfkiste.
Sari liegt ebenfalls mal genau auf der Wärmeplatte, mal daneben oder auch bereits mal vor der Wurfkiste. Sie hat ihren Wurf immer genau im Blick. Manchmal schiebt sie auch vor der Verlassen der Wurfksite, ganz bewusst ihre Welpen auf die Wärmezone.


Auch für Rückzugsmöglichkeiten ist gesorgt.

Die so  beliebten Rotlichtlampen sind mittlerweile für die Aufzucht verboten. Da es doch erhebliche Risikien für die Welpen damit gibt.

Die relative Höhe der Temperatur hat auch einen nicht unerherblichen Einfluß auf Infektionskrankheiten, insbesondere Herpes, bei den Züchtern ganz besonders gefürchtet.

 

Sari hat erkannt, das ihre Baby`s Hunger haben und ist wieder zurück in der Kiste. Die Schlacht an der Milchbar beginnt.

Das Erbgut, also das was die Welpen durch die von uns geplante Verpaarung mit bekommen haben, ist die Blaupause --> die Plansskizze, wie wir uns mal vorgestellt haben, wie unsere Welpen aussehen können. Aber auch ein Teil der Wesenentwicklung wird über die Paarung = Genetik mitgegeben.

 Verhalten ist ein sogenanngter weicher Faktor, der zum Wesentlichen durch die Umwelt = Aufzucht bedingt ist. 

Züchter - ihm obliegt es mit der richtigen Erfahrung richtige optimale Aufzuchtsbedingungen zu schaffen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht die Zwangsbespaßung der Welpen. Es kommt darauf an das richtige Angebot zu richtigen Zeit richtig zu dosieren. Im Vordegrund steht den goldenen Mittelweg zwischen Fördern und Forden zu finden und ihn dann auch zu gehen. Insbesondere die Förderungen/Forderung auf den jeweiligen Welpen zu beziehen, nicht jeder Wurf und vor allem nicht jeder Welpe ist gleich.

Dies bezieht ausdrücklich bereits die Zeit vor der Deckung und die Zeit während der Trächtigkeit mit ein. Bereits in der Zeit der Trächtigkeit erfolgt die schicksalhafte Programmierung für das spätere Leben.

Hier werden die Weichen gestellt für:

  • wie soll die Welpenbasis werden
    • alltagssicher, umweltstabil?
  • nicht unbedingt ein Champion, die Formel "Champion * Campion = Champion" gehört ins Reich der Fabeln und Märchen
  • rassetypische Eigenschaften
  • gesellschaftverträgliche Hunde, alles andere kann weder ein Zuchtziel noch das Ergebnis der Aufzucht sein. Schon gar nicht rassetypisch

Das Ziel der Zucht und der Aufzucht und der Züchter muss sein:
Größere Platizität der Hundepopulation.  Der Umweltfaktor hat eine erhebliche Auswirkung auf unsere Hunde  

Satte und zufriedene Welpen - eine ausgeglichene und ebenfalls eine mit sich zufriedene Mutter

Sari und der V-Wurf

Vergnügen 

ruhen, den Bruder/Schwester spüren, der Geruch der Mama - welch ein Leben

 

kleine gymnastische Übungen an der Milchbar

Wiegen (schwarz) ist angesagt -natürlich muss man als ein ... vom Haseland auch zum Fotoshooting

 

unsere  beiden Mädels - ein schon recht großer Unterschied

die dicke Berta (rot) und die kleine zartere Beth (gelb)

ein kleiner Rüde (grün)

 

hinter dem Ohren kraulen führt zum gähnen - so werden Foto`s lebendiger

 

auch der Gaumen ist bei allen ok - wie man hier sehr deutlich sehen kann

 

das war`s - wer mehr vom der Bilderserie sehen möchte schaut auf Picasa in unserem Webalbum nach

 http://picasaweb.google.com/gielians

Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126
 
Irish Terrier vom Haseland - Susann & Helmut Gielians, 49586 Merzen, Osterodener Weg 1, Tel: 05466 926 126