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Rassehundezucht und Züchter

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Im Gegensatz zur freien Fortpflanzung der Mischlinge, wird die Rassehundezucht durch den Züchter gesteuert und kontrolliert.
Mit diesem Eignriff in die Natur erwächst daraus eine große Verantwortung.

Eine genetisch durchdachte Verpaarung, ist neben der Beurteilung, der Selektion, Erbwertermittlung, das wichtigste Grundelement der Züchtung.

Der verantwortungsvolle Züchter muss unter dem Begriff Zucht angewandte Genetik verstehen.

Diese Erkenntnisse eröffnen ihm die Wege und Alternativen, seine Zucht auf Erbgesundheit, Leistung und Schönheit auszurichten.

Züchten heißt nicht!!!!
„Denken in Generation“ 

dieser Ansatz reicht heute bei weitem !!!  nicht mehr aus.

Wesentliche sichere Informationen, als dass alleinige „Denken in Generationen“,

  • ergeben sich aus den Methoden der Zuchtwertschätzung nach den Erkenntnissen der Populations- bzw. quantitativen Genetik.
  • Ein Züchter muss davon ausgehen, dass trotz Paarungspartnerwahl nach bestem Wissen und Gewissen, die Sicherheit der Übertragung erwünschter Erbinformationen von Generation zu Generation im Mittel der Population um jeweils 50 % abnehmen kann.
  • Die eingetragenen, so genannten errungenen Titel sind für die Zucht auch nicht relevant, da sie hinsichtlich der Vererbung über den Titelträger nichts aussagen.
  • Bestenfalls kann aus derartigen Ahnentafeln, der zur Verpaarung vorgesehenen Zuchtpartner, der Verwandtschaftsgrad (Inzuchtkoeefizent) künftiger Nachkommen, als Verpaarungsentscheidung mit herangezogen werden.

Im Bezug auf das Ausstellungswesen kommt man zwangsläufig auf die  -züchterisch nicht zu  begründende – „Bevorzugung von Titelträgern“ als Paarungspartner oder auch auf die Verpaarung von Titelträger untereinander.

  • Dies ruht auf der  unbegründeten Hoffnung, wieder Nachkommen als zukünftige Sieger zu züchten.
  • Gegenwärtig sind so genannte errungene Sieger- oder Championtitel nichts anderes als das phänotypische, nicht vererbbare Prädikat für „Schönheit“ – nach Beurteilung der Richter.
  • Es muss jedem Züchter klar sein, dass die gegenwärtigen Ausstellungen den Charakter der Schönheitskonkurrenzen tragen und wohl kaum etwas mit Zuchtschauen, die als Prüfstand der Zucht dienen, zu tun haben.
  • Es kann kein Richter, die für die Zucht relevanten Eigenschaften Gesundheit, Leistungsvermögen, Intelligenz oder gar genetische Mängel, die alle, von wenigen als Zuchtfehler deklarierten Merkmalen abgesehen, phänotypisch nicht sichtbar sind, beurteilen.
  • Noch viel schwieriger wird  es dann bei Tieren, die Träger von Erbdefekten, für die gegenwärtig keine Nachweispflicht besteht.

 Ausstellungen sollen damit nicht grundsätzlich abgewertet werden.

  • Sie geben den Züchtern immer wieder die Möglichkeit die anatomischen Werte der
    Zuchttiere zu vergleichen.
  • Sie dienen außerdem zur Enrscheidunssfindung phänotypsicher geeigneter Zuchtpartner.
  • Es sind Treffen "Gleichgesinnter" für den Erfahrungsaustausch.


Aber als Prüfstein für die Erbgesundheit der Zuchttiere können diese Schönheits-konkurrenzen eben nicht angesehen werden.

  Ein passionierter Züchter zeichnet sich durch

  • die Anwendung genetischen Grundlagenwissens,
  • unabdingbare ständige Bereitschaft
  • und Verantwortung für jeden seiner einzelnen Hunde aus. Sind von ihm gezüchtete Hunde in Not geraten, wird er diese zurücknehmen und in bessere Hände weitervermitteln.

 

 

Dies stellt an den Züchter hohe Anforderungen in Richtung

  • Tierliebe,
  • Einfühlungsvermögen,
  • oft sehr viel Arbeit
  • und finanzieller Opferbereitschaft.

 

Wer diese Verantwortung bzw. Anforderungen nicht wahrhaben will, darf mit der Hundezucht gar nicht erst beginnen bzw. selbige sofort aufgeben.


Zu einer verantwortungsvollen Zucht gehören natürlich noch weitere Anforderungen

  • Rassespezifische und rassegerechte Sozialisierung (volle Integration in die Familie)
  • Haltung und Ernährung
  • Für eine verantwortungsvolle Sozialisierung können nur so viele Hunde gehalten werden, dass nicht mehr als der Halter und seine aktiven Familienmitglieder Hände zur Verfügung stehen.
  • Besondere Bemühungen des Züchters sind beim Welpenverkauf angezeigt, er muss sich so weit als möglich vergewissern, dass seine Welpen in gute Hände kommen.
  • Danach ist es erforderlich eine lange Beziehung und Verbindung zu seinen Welpen-Leuten aufrecht zu erhalten um ihnen jederzeit Hilfe anbieten  und erteilen zu können.
  • Ein in Not geratener Welpe muss jederzeit zurückgenommen werden können.

 

Im Ganzen wird ein guter Züchter mit Gleichgesinnten zum Wohle der Rasse immer eng und ehrlich zusammenarbeiten, ohne dabei einen gesunden Wettbewerb auszuschließen.

Der Fortschritt der Rasse steht immer über dem persönlichem Geltungsbewußtsein des Züchters

Zusammenfassung Züchter:

  • Züchter müssen Idealisten sein.
  • Züchter haben die Zukunft des von ihnen ausgewählten Rassehundes – Irish Terrier – im
    Auge
  • Züchter profitieren von einem wertvollen Gemeingut, das eine Hunderasse darstellt.
  • Züchter verwenden das Gemeingut „Hunderasse“ für ihre Zucht, das aber im Interesse
    seiner Zukunft nicht ausgebeutet werden darf.
  • Züchter (Alle) müssen als Hüter eines Gemeingutes zum Besten der Rasse
    zusammenarbeiten
  • Züchter übernehmen Hunde einer Rasse, um sie, sozusagen zu treuen Händen, so einzusetzen, dass das Wohl und die Zukunft dieser Rasse gefördert und gesichert wird
  • Züchter stellen die Interessen der Rasse vor ihre Eigenen –  dem Materiellen- und Imagegewinn